TuS Koblenz – Eintracht Braunschweig 0:2 (0:0) 02.04.2011 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 10/11
Geschrieben von: Sascha   

3. Liga
Stadion: Stadion Oberwerth
Zuschauer: 5.512

Die heutige Fahrt wurde nach langer Zeit mal wieder mit dem Giovanne-Mobil getätigt, da sich Ingo freundlicher Weise als Fahrer anbot. Ich holte ihn pünktlich um 6:40 Uhr zur verabredeten Uhrzeit an seiner Residenz in Lamme ab. Danach führte unser Weg weiter nach Waggum, um den Elch-Presidente einzusammeln. Carsten wartete hier auch schon auf uns mit einer gut gekühlten Kiste Wolters zu seinen Füßen. Am Ring stieß schließlich noch Uwe zu uns. Unser nächster Stopp war dann der Kiosk Jahnstraße in Wolfenbüttel, hier sollte ein Fahrer und Insassenwechsel vollzogen werden. Wilmi und Timo waren schon vor Ort, die Familie Hoppmann traf mit ihrem Pkw kurz darauf ein.

Jetzt wurde munter durchgewechselt, Uwe kam zu Hoppis, Wilmi gesellte sich zu uns und ich tauschte meinen Platz mit Ingo. Eigentlich war geplant sich am besagten Kiosk noch mal zu versorgen. Da dieser aber samstags(!) Ruhetag hat, wurde kurzerhand im benachbarten REWE der geplante Nahrungs- und Getränkeerwerb vollzogen.

Anschließen setzte sich unser Troß endlich in Richtung Westerwald in Bewegung. Unterwegs lieferten wir uns zum Zeitvertreib das eine oder andere Rennen mit Udo-Elch, der uns schon recht frühzeitig zum Fahrtbeginn das erste mal überholte. In Kirchheim wurde beim König die obligatorische Frühstückspause eingelegt. Ingo ging anschließend im gegenüberliegenden Puma-Store shoppen und kam mit einem braunen Kapuzenpulli wieder. Plötzlich inspirierte uns etwas über den Spielabbruch tags zuvor zwischen St. Pauli und Schalke zu sprechen. Flugs hatten wir auch eine Idee für ein T-Shirt, da bei momentaner Konstellation davon ausgegangen werden kann, daß wir nächstes Jahr wohl wieder am Millerntor auflaufen werden. Dies könnte dann mit dem Aufdruck „Becherwerferbewerfer“ geschehen. Hier könnte dann Herr Effenberger mal aktiv werden und ein paar Shirts drucken.

Koblenz erreichten wir recht früh und am Rheinufer herrschte ein reges Treiben in Blau-gelb. Da wie gesagt noch etwas Zeit war und mit alkoholhaltigem Bier im Stadion nicht zu rechnen war, steuerten Uwe, Carsten und ich das zuvor gesichtete italienische Restaurant am Freibad an. Der Rest von uns begab sich bereits ins Stadion. Auf dem Weg zum Italiener kamen uns zwei Wanderers-9er-Busse entgegen. Wir wurden auf recht freundliche Weise mit „Deutsche, wehrt Euch, geht nicht zu den Elchen“ und „Elche in den Zoo“ begrüßt. Nach kurzem Plausch erreichten wir schließlich das Restaurant. Hier waren wir die ersten Gäste und wurden freundlich empfangen. Wir setzten uns auf die Terrasse am Rheinufer und genossen die warmen Temperaturen und den strahlenden Sonnenschein bei gut gekühlten Bierchen. Uwe war in Dauerkontakt mit seiner Bekannten Vicky, der auf den Weg nach Koblenz leider auf der Autobahn der Reifen platzte und schon recht lange auf den ADAC wartete. Als wir gerade aufbrechen wollten, meldete sich André, daß beim Einlaß ins Stadion recht gründlich gefilzt wird und etwas länger dauert. Also entschlossen wir uns noch ein Abschlußbier zu ordern und per Taxi vorzufahren. Die Durchfahrt zum Gästeblock blieb uns allerdings verwährt sodaß wir vom Heimblock uns durch die Ordner und Absperrungen wurschteln mussten. Beim Abschreiten des Stadions fiel mir wieder die Stahlrohrkonstruktion ins Auge. Verändert hat sich hier seit meinem letzten Besuch nicht viel. Der Einlaß gestallte sich dann widererwartend entspannt. Wir wurden nur kurz abgeklopft und die Karten entwertet.

Heute erlebten wir eher einen schwächeren Auftritt der Eintracht, denn die TuS kam besser ins Spiel und hatte die erste Chance in der 8. Minute. Den Schuß von Rahn konnte Benjamin Kessel aber zur Ecke abwehren. Die Koblenzer kamen immer wieder gefährlich über die Flügel, die Braunschweiger Abwehr hielt aber stand und entschärfte die Angriffsbemühungen der TuS souverän. In der 27. Minute konnte sich Hahn aber dennoch durchsetzen und lief alleine aufs Braunschweiger Gehäuse zu, der bärenstarke Petković konnte diese Situation aber sensationell meistern, die anschließende Ecke ging nur knapp am Braunschweiger Tor vorbei. Kurz vor der Pause konnte sich Petković erneut auszeichnen, als Steegmann frei vor ihm auftauchte. Aber auch diese Chance konnte er abermals zu Nichte machen. Mit einem 0:0 und einem enttäuschenden Auftritt unserer Eintracht ging es in die Pause. Mitte der ersten Halbzeit war auch schließlich Vicky eingetroffen, sie konnte die Odyssee mit dem ADAC erfolgreich hinter sich bringen. Wen wir aber weiterhin vermissten war Herr Effenberger, handelte es sich doch heute quasi um ein Heimspiel für ihn.

Der Beginn der zweiten Hälfte ähnelte sehr dem ersten Abschnitt. Hahns erster Schußversuch landete aber zum Glück nur am Außennetz. Just in diesem Moment schlug auch Effi im leicht desaströsen Zustand mit den beiden Lawatscheks auf und durfte der stärksten Phase der Eintracht beiwohnen, als der kurz zuvor eingewechselte Kumbela (64.) und Dennis Kruppke (65.) in einem Doppelschlag für die Entscheidung sorgten. So schnell Effi auftauchte war er auch schon wieder verschwunden. Aber was soll’s, schließlich hat er beide Tore gesehen(?). Die Koblenzer waren jetzt natürlich am Boden. Nein, nicht wegen Effis Verschwinden, sondern sie zollten nun dem hohen Tempo der ersten Halbzeit Tribut. Alle weiteren Angriffsbemühungen verliefen im Sande sodaß der BTSV den Sieg sicher nach Hause schaukeln konnte und gar in der 85. Minute noch auf 3:0 hätte erhöhen können. Aber Kumbelas Schuß konnte der am Boden liegende Paucken noch abwehren.

Kurz nach Abpfiff begaben wir uns wieder zu unseren Vehikeln und kamen an einer Kneipe vorbei, die uns unerklärlicher Weise vorher nicht aufgefallen war. Für Elche eigentlich unwürdig, wittern sie solch Tränken doch meilenweit. Also schnell ein paar Plätze gesichert und auf die Bedienung gewartet. Diese war aber mit der doch recht großen Anzahl an Gästen leicht überfordert und als die Wanderers schließlich noch dazu stießen und sich auch noch beim bestellen vordrängelten, zogen wir es vor weiter zugehen. So schnell haben Elche noch nie ein Revier freiwillig verlassen.

Für die Rückfahrt gesellte sich Maren noch zu uns und fand zwischen Wilmi und Carsten ein lauschiges Plätzchen. Sie war es dann auch, die bei uns allen für positive Überraschung sorgte. Man erlebt selten das ein siebzehnjähriges Mädel so bewandert in Kultur ist und ihr Wissen über Burgen und Schlössern so herunterrasselt. Respekt!

Auf Höhe Kassel wurde es dann nochmal interessant. Da wir an einem Hannioer Gefährt mit augenkrebserregenden Aufkleber vorbeikamen, verspürte ich den Drang das Fenster herunter zu lassen um zu, na nennen wir es mal gestikulieren. Von Erfolg gekrönt war dieser Versuch allerdings nicht, denn als ich mich auf die herunterfahrende Scheibe legte, rutschte mir diese doch tatsächlich in die Tür. Die folgenden zwei Stunden bis Braunschweig waren dann sehr erfrischend.

Mit leichter Föhnfrisur erreichten wir schließlich Rüningen. Hier gab's noch einen kleinen Umtrunk, bevor es weiter in die Stadt gehen sollte. Ingo fuhr mit Maren bereits vor. Wilmi, Carsten und ich folgten zwei Busse später. Ingo stieß wieder zu uns, Maren war bereits auf dem Heimweg. Der Abend fand dann im Come In und in der Röhre seinen Ausklang.

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Kommentare (2)
Gestikulieren will gelernt sein...
1 Donnerstag, den 21. April 2011 um 12:15 Uhr
Rauti
als staatlich geprüfter Pöbler sollte man wissen, dass man das Fenster immer ganz runterkurbelt...erst recht mit einem Kampfgewicht im dreistelligen Bereich...
Das mit den defekten Fensterscheiben...
2 Donnerstag, den 21. April 2011 um 20:34 Uhr
Simpson
...scheint langsam zur Gewohnheit zu werden.

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