Gastbericht: VfB Oldenburg - Eintracht Braunschweig II 3:1 (1:0) 18.03.2012 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 11/12
Geschrieben von: Sonja D.   

Oberliga Niedersachsen
Stadion: Marschwegstadion
Zuschauer: 1.041 Zuschauer

Die Erste spielte bereits Freitag zu Hause und so fuhren wir am darauffolgenden Sonntag zum Spiel der Zwoten nach Oldenburg. Der Spieltag wurde vorgezogen da beide Mannschaften nicht gegen die insolventen Vereine Emden und Nordhorn antreten wollten, aber dennoch im Spielrhytmus bleiben wollten. Ein Kollege, der mir schon in der Hinrunde Karten für das Rückspiel versprochen hatte, aber leider selbst verhindert war, legte mit 5 Karten zurück uns so konnten wir mit einer kompletten Autobesatzung fahren. Mit dabei waren Sandra, Micha, Pauli und Udo. So begann ich morgens nacheinander alle einzusammeln. Udo überraschte damit, dass er das gute, alte Buch „1000 Tipps für Auswärtsspiele“ dabei hatte. Ich hab solch eine Antiquität auch noch zu Hause rumliegen, würde jedoch in der heutigen Zeit mit Internet und Smartphones nicht auf die Idee kommen für eine Auswärtsfahrt den alten Schinken mitzuschleppen.

Auf der Rückbank wurde es ziemlich kuschelig, aber die Anreise mit der Bahn hätte aufgrund der tollen Verbindungen auf einem Sonntag zu stundenlangen Wartezeiten geführt. Es wurde eine sehr ruhige Zugfahrt, trinken wollte keiner so wirklich und daher kamen nur Cola und Wolters alkoholfrei mit an Bord. Den ersten Halt gab es bei BK, da Pauli als einziger an seine Stullen gedacht hat und zur Mittagszeit alle anderen hungrig waren. Man gut das wir recht zeitig losgefahren sind, sonst wären wir noch zu spät zum Spiel bekommen, da einer von uns nur im Zeitlupentempo gegessen hat. Die restliche Fahrzeit verbrachten die Mitfahrer auf der Rückbank mit Udos Büchlein und der Frage wer welchen Ground hat. Beim letzten Halt vor Oldenburg beteiligten wir uns auch noch an der Aktion sauberer Parkplätze ;-)
Dies war zwar nicht mein erster Besuch in Oldenburg, aber dennoch war ich sehr überrascht dass man von der Autobahn abfährt und quasi schon im Stadion ist. Direkt unter der Autobahn das Auto abgestellt und am Eingang die Karten abgeholt. Hier noch ein bisschen Bammel gehabt, ob das mit den Karten auch wie vereinbart funktioniert, aber es hat wunderbar geklappt und so fanden wir uns schon bald zu einem Bierchen und einem kleinen Schnack mit dem Betreuer der Zwoten am Bierstand wieder. Bei Ankunft war es noch trocken, jetzt begann es ein wenig zu nieseln, aber wir hatten ja überdachte Sitzplätze. Kurz vor Anpfiff machten wir uns dann auf in den Block. Neben uns Fünfen konnten wir nur drei weitere Braunschweiger ausmachen, der offizielle Gästeblock blieb komplett leer.
Die Oldenburger Ultras standen im gegenüberliegenden Stehblock und zogen die gesamten 90 Minuten ihr Programm durch. Der Gesang hatte eine gute Lautstärke und es wurde auch noch ein Spruchband präsentiert mit der Aufschrift „Im lovin it…NOT – Fußball ist kein Fastfood“. Zur Halbzeit erschloss uns dann ein wenig worauf das Spruchband hinweisen sollte. Alle fünf Sitzplatzblöcke tragen Sponsorennamen, darunter existiert ein Mc Donalds-Block. Aus diesem sahen wir viele Zuschauer mit Werbe-Shirts die ein kleines VfB Oldenburg Wappen und ein großes Mc Donalds Logo zierten. Im Nachhinein habe ich erfahren, dass dies Mitarbeiter der Fastfood-Kette sind und ihre Karten vom Arbeitgeber geschenkt bekommen. Über die Anwesenheit dieser Personen wird nun beim VfB viel diskutiert, ich kann nur sagen, das auch aus dieser Ecke der Tribüne häufig mal lautere Gesänge kamen, leider immer parallel zu den Gesängen der Ultras.
Mit einem Sieg hätte man mit den Oldenburgern in der Tabelle gleichziehen können, aber schon in der 5.Minute fiel ein Tor für den VfB durch den Kapitän Lüttmann. Unsere Jungs wollten das nicht auf sich sitzen lassen und kämpften, aber in die Offensive war zu unruhig. Eine der wenigen Chancen konnte Merkel kurz vorm Halbzeitpfiff verwerten, wurde aber vom Schiri nach einem vermeintlichen
Foulspiel aberkannt. Zu Beginn der Halbzeit machten sie stark weiter und drängten auf den Ausgleich, doch in dieser Phase schafften es die Oldenburger wie aus dem Nichts den Anschlusstreffer zu erzielen. Als dann in der 82. Auch noch das 3:0, wieder vom Kapitän Lüttmann fiel, war das Spiel entschieden. Ein Elfmeter für uns in der Nachspielzeit konnte noch verwandelt werden und so gab es wenigstens einen Ehrentreffer unserer Jungs zu sehen.
Aufgrund der Eiseskälte, die mittlerweile in Oldenburg herrschte, waren wir alle wieder froh das Auto zu erreichen und im warmen nach Hause fahren zu können, aber immerhin hat sich der Regen während des Spiels zurück gehalten und wir sind trocken geblieben. Ebenso schnell wie man auf dem Hinweg den Parkplatz ansteuern konnte, waren wir auch wieder auf der Autobahn. Mit einem kurzen Stopp für Heißgetränke ging es dann fix zurück in die Heimat um den Sonntag entspannt ausklingen lassen zu können.

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Kommentare (1)
Abfahrt Marschweg
1 Dienstag, den 24. April 2012 um 18:44 Uhr
Carsten
die Autobahnabfahrt Marschweg lag tatsächlich schon immer direkt hinter der Gästekurve, war aber eigentlich immer wenn wir da gespielt haben gesperrt ! war aber auch egal, sind ja meistens per Zug angereist...

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