Barnet FC – Hereford United 1:1 (1:1) 13.04.2012 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 11/12
Geschrieben von: Torsten   

Liga: nPower League 2
Stadion: Underhill Stadium
Zuschauer: 3.189

Schon länger stand ein Besuch bei West Ham United auf dem Programm und so ging es für ein verlängertes Wochenende nach London. Zu viert (Martin B., der Initiator der Reise, Giovanne, Sonja und meine Wenigkeit) machte man sich auf den Weg. Über Hannoi und Stansted erreichte man am frühen Freitagmorgen die britische Metropole. Da die Tickets für das Spiel am Samstag nicht rechtzeitig eingetroffen waren beschloss man zuerst dem Upton Park einen Besuch abzustatten. Dank ausgedruckter Bestätigungsmail kam man am dortigen Ticketshop ohne Probleme zu seinen Billets für das morgige Spiel. Danach hieß es dann erst mal mit Sack und Pack quer durch London zu unserem Hotel zu gelangen. Der Tube sei Dank gelang es auch recht zügig.

Nach kurzer Wartezeit konnten die Zimmer bezogen werden. Kurz frisch gemacht und schon ging es wieder los. Auf den letzten Metern, ähm Yards, zum Hotel hatte man doch einen typischen Pub ausgemacht. Das Frühstück war auch schon eine Weile her und so wurden Burger und Fish & Chips geordert. Dazu das erste Ale des Tages. Der Laden war entweder noch oder schon wieder komplett mit Englandfahnen geschmückt. Eine wahre Pracht, besonders unseren Präsi hätte es entzückt Cool Nach der kleinen Stärkung ging es weiter.

Der „Spielplangott“ hatte es gut mit uns gemeint und so stand für den heutigen Abend noch ein weiteres Spiel auf dem Programm.

Um 19:45 Uhr sollte der Anstoß im Vorort Barnet stattfinden. Er gehört zwar zu London und ist mit der Subway zu erreichen, liegt aber ganz im Norden und hat eher Dorfcharakter. So machte man sich frühzeitig auf den Weg. An der King`s Cross Station musste die Bahn gewechselt werden. Diese Gelegenheit nutzte man für einen kurzen Besuch am ominösen Gleis 9 ¾ , bekannt aus den Harry Potter Romanen/Filmen.

Weiter ging es mit der Northern Line gen – Achtung – Norden!

Der Bahnhof liegt auf einen kleinen Hügel. Geht man vom Ausgang linker Hand weiter hat man auf dem Weg zum Stadion einen guten Überblick über den Ort. Auch die Flutlichtmasten sind sofort auszumachen. Auf dem Weg nach unten kommt man zwangsläufig am Pub „Old Red Lion“ vorbei. Ist wohl klar, dass wir den nicht ignorieren konnten ohne zumindest ein Bierchen zu uns zu nehmen. Dieses wurde auch gleich im Freien zu sich genommen, da das Wetter mitspielte und recht angenehm war. Wie wir da so standen, kamen auf einmal `ne reihe Busse mit Auswärtsfans vorbei. Es waren so 5-6 Stück und die Fans strömten kurze Zeit später in den Pub.

Es blieb absolut friedlich, nur war leider nicht mehr dran zu denken ein weiteres Bier zu bestellen. So gingen wir die letzten Meter weiter und kamen an der Nordseite des Stadions an. Dort war ein kleiner Fan Shop an dem ein 62-seitiges Programm für 3 Pfund erstanden wurde.

An einem Zaun neben dem Shop hingen diverse Banner befreundeter ausländischer Vereine bzw. Fanclubs. Neben Norwegen, Japan u.a. war eins mit dem Wappen des VfL Bochum dabei. Sachen gibt’s…

Hinter den Tribünen auf der südlichen Seite liegen die Ticketschalter, ein größerer Fanshop und die Kneipe „Pavillon Suite“  nur für den Heimanhang. Da wir natürlich Home Supporters sind bekamen wir ohne Probleme Einlass. Der Laden hat den Charme eines Vereinsheims, geschmückt mit Wimpeln, Bildern etc. .

Nach einer weiteren Erfrischung besorgten wir uns Karten für den „South Family Stand B“ für 10 Pfund/Adult. Eine überdachte Sitzplatztribüne mit freier Platzwahl direkt hinter einem der Tore. Es gab eine ordentliche, bedruckte Karte.

Dass alle Stadien in England mittlerweile rauchfrei sind ist bekannt. Heute gab es aber auch im Heimbereich keinen Alkohol – zumindest im Family Stand.

Wir suchten uns Plätze in der zweiten Reihe direkt hinterm Tor. Näher dran ist man nur noch auf dem Platz!

Das Stadion ist so`ne typische kleine, englische Bude. Insgesamt hab ich 7 unterschiedliche Tribünen gezählt. Unsere nimmt die gesamte Hintertorseite im Süden ein. Linker Hand kommt zuerst eine kleine, überdachte Sitzplatztribüne, gefolgt von einer größeren Sitzplatztribüne (800Plätze/Mainstand)  wiederrum gefolgt von einer kleinen, unüberdachten Stehplatztribüne. Die Nordseite ist zu 2/3 von einigen Stehplatzstufen begrenzt. Daran schließt sich eine weitere überdachte Sitzplatztribüne an. Die Gegengrade, die East Terrace, nimmt die gesamte Länge ein und ist eine überdachte Stehtribüne. Hier fanden auch die Gästeanhänger Platz. Sie nahmen knapp über die Hälfte ein. Auf dem Dach war auch das Kamerateam untergebracht. Insgesamt ist Platz für 5.500 Zuschauer.

Die nPower League 2 ist die vierthöchste Spielklasse, also vergleichbar mit unserer Regionalliga. Sie besteht aus 24 Mannschaften und heute traf der 22. auf den Tabellenletzten. Es gibt 2 Absteiger und die beiden Teams trennten 3 Punkte. Abstiegskampf pur also.

Barnet trägt den Spitznamen „Bees“ und so lief ein Maskottchen auf dem Platz rum, das „Emma“ aus Dortmund nicht ganz unähnlich ist. Bitte schön, nett für die Kiddies.

Vor Spielbeginn verteilte ein älterer Herr orange und schwarze Luftballons in unserem Block.

Zum Einlauf der Teams wurden diese dann hochgehalten. Der Gästeanhang war schon gut zu hören und machte insgesamt den wesentlich besseren Eindruck ohne selber Bäume aus zu reißen.

Die Heim Fans waren eher enttäuschend. In so einem wichtigen Spiel kam da nicht viel. Hauptsächlich „come on barnet“ Rufe (die sich auch noch wie „come on Barney“ anhörten), Füßestampfen auf den Metalltribünen und dem üblichen Pöbeln. Wie man allerdings einen Gästetorhüter beim Abstoß richtig beschimpft mussten die Gäste aus Deutschland zeigen.

Das Spiel war anfangs ausgeglichen. Barnet hatte in der 9. Min. den ersten Torschuss, der aber zur Ecke abgefälscht wurde. In der 11. Min. klingelte es dann direkt vor unserer Nase. Der Ball schlug aus Torwartsicht in der linken Ecke ein (Torschütze Facey) und der Gästemob drehte kurzzeitig auf.

Danach hatte erst mal das Schlusslicht mehr vom Spiel. Allerdings traf in der 31. Min. ein gewisser Hr. May per Nachschuss zum Ausgleich. So ging es in die Pause.

Während des Spiels war das Fotografieren übrigens verboten. Als wenn ich mit meiner Digicam irgendwen blitz-dingsens würde….

Nach Wideranpfiff hatten zunächst die „Bienen“ mehrere Gelegenheiten zur Führung. Schüsse in der 60./63./64. gingen mehr oder weniger knapp vorbei. Danach verflachte die Partie zusehends ehe es zum Ende noch einige gute Kontergelegenheiten für Hereford gab (78./88. Minute).

Letztlich war das Unentschieden in diesem Kick-and-Rush Spiel gerecht. Nach Spielschluss machten wir uns zügig auf gen Bahnhof. Zeitnah erfolgte die Abfahrt und nach ereignislosen 90. Min. Subway-Fahrt erreichten wir die Station Turnham Green. Der Abend klang bei einem gemütlichen Newcastle Ale auf dem Zimmer aus.

 

Mainstand

 

 

East Terrace

Share
 

Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
Titel:
Kommentar:
  Sicherheitscode zur Prüfung. Nur Kleinschreibung. Keine Leerzeichen.
Sicherheitscode-Prüfung: