West Ham United FC – Brighton & Hove Albion FC 6:0 (3:0) 14.04.2012 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 11/12
Geschrieben von: Sascha   

Liga: npower Football League Championship (2. englische Liga)
Stadion: Boleyn Ground
Zuschauer: 32.339

Nachdem wir tags zuvor die Viertligapartie Barnet FC - Hereford United FC besuchten, stand heute mit der Paarung Westham United FC – Brighton & Hove Albion FC das sportliche Highlight dieses Wochenendes auf dem Programmplan.

Bevor wir uns jedoch ins Londoner East End begaben, nahmen wir in unserem Hotel erstmal ein reichhaltiges englisches Frühstück zu uns. Zunächst wurde noch ein Zwischenstopp in der Londoner City eingelegt um die obligatorischen Sehenswürdigkeiten wie Big Ben, London Eye usw. anzusehen bevor wir unser Ziel Upton Park schließlich erreichten.

Die Gegend hier ist geprägt von teils schlecht erhaltenen Arbeiterunterkünften, mehreren kleinen Geschäften und Imbißbuden sowie einem Markt. Uns verschlug es zunächst in den recht überfüllten „The Boleyn“-Pub, wo sich der heimische Pöbel anfand um vor dem Match noch einige Kaltgetränke zu sich zu nehmen, da Alkoholika auf den Straßen rund ums Stadion verboten sind. Diese Kneipe ist zweigeteilt, da sie von einem Flur unterbrochen wird. Der Tresen war auf beiden Teilseiten eher schwer zu erreichen, da das Gedränge hier doch recht groß war. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Pubs ist eine Bronzestatue zu erblicken, die mit Geoff Hurst, Martin Peters, Bobby Moore und Ray Wilson vier Spieler der Weltmeistermannschaft Englands von 1966 repräsentiert, die drei erstgenannten waren zudem ehemalige Spieler und sind Idole der Hammers.

Die Weltmeister von 1966

Nach unserer kleinen Erfrischung mit typisch englischen Bier (wenig Kohlensäure, kaum Schaum) verschlug es uns recht frühzeitig in den „Boleyn Ground“. Von Außen fallen gleich die zwei Türme auf, die stilvoll in die Außenfassade integriert sind. Nach überwinden der doch recht engen Eingänge und den nicht vorhandenen Sicherheitskontrollen kamen wir über das Treppenhaus schließlich zu unserer Sitzplatztribüne. Die restliche Zeit bis zum Anpfiff vertrieben wir uns vor dem Cateringbereich, da – wie in England üblich – keine alkoholischen Getränke auf den Tribünen erlaubt sind. Schließlich nahmen wir unsere Plätze ein und konnten nun auch von Innen diese reine Fußballarena bewundern. Es wäre wirklich bedauerlich, wenn West Ham dieses Schmuckkästchen nach den Olympischen Spielen tatsächlich aufgibt und ins Olympiastadion umziehen würde.

Die Front des „Boleyn Ground“...

...und der Blick nach innen

Ich war sehr gespannt auf die Stimmung, sollte es sich doch angeblich um die beste Englands handeln. Zu Beginn der Partie stimmte der Heimanhang die Vereinshymne „Blowing Bubbles“ lautstark an und auch auf dem Rasen ging es hoch her. Nach einem Warnschuß der Irons gleich zu Beginn der Partie an die Latte brannten diese in der Folgezeit ein regelrechtes Feuerwerk ab und spielten die Seagulls nahezu schwindelig. Nach Toren von Vaz Te (3., 8.) und Nolan (11.) stand es nach elf Minuten bereits 3:0. Danach ließen die Hammers die Partie aber aus unerfindlichen Gründen schleifen und auch auf den Rängen verstummte es mit laufender Spielzeit zunehmend. Vom Support war ich daher in der ersten Hälfte etwas enttäuscht.

Der zweite Durchgang startete auch etwas verhalten, beide Seiten steigerten sich aber minütlich und wir konnten ein munteres auf und ab bewundern. Hier erspielte sich West Ham allerdings mehr Spielanteile und konnte durch einen Doppelschlag durch den überragenden Vaz Te (62.) und Cole (64.) auf 5:0 davonziehen. Den 6:0-Endstand steuerte schließlich Brightons Dicker bei, der die Kugel in der 78. Minute durch einen missglückten Abwehrversuch eines Eckballs in den eigenen Maschen versenkte. Die Stimmung in Hälfte zwei war durchaus positiver, konnte mich aber dennoch nicht als die beste Englands überzeugen.

Das 6:0 durch Dicker (ET)

Wir machten uns nachdem Spiel sofort auf zur U-Bahn-Station Upton Park. Hier angekommen, konnten wir uns über ein Absperrgitter erfreuen, daß die Bobbys kurzerhand errichtet hatten. Somit durften wir einen ellenlangen und nicht enden wollenden Weg abschreiten, um ans Ende der Schlange zu gelangen. Wir rechneten bereits mit einem längeren Aufenthalt in dieser, der Weg zurück erfolgte aber schneller als erwartet.

Unser nächstes Ziel war die Gegend um Whitechapel, in der Jack the Ripper seinerzeit sein Unwesen trieb. Hier besuchten wir noch einige Lokalitäten und Martin diente uns zu guter letzt wieder mal als Touriführer und erfreute uns abermals mit seinem fundierten Wissen über London. Gegen Mitternacht landeten wir alsdann wieder in unserer Unterkunft im Londoner Westen um Energie zu tanken, lagen doch noch zwei Tage Kurzurlaub vor uns. Und schließlich stand noch ganz oben auf dem Zettel eine Stippvisite im „Cart & Horses“-Pub, dem Geburtsort der Metalband „Iron Maiden“.

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