Gastbericht: VfL Bochum – Eintracht Braunschweig 2:0 (1:0) 29.04.2012 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 11/12
Geschrieben von: Björn (Society Braunschweig)   

Liga: 2. Bundesliga
Stadion: Ruhrstadion Bochum
Zuschauer: 18.107

Wie allseits bekannt sein dürfte haben die Elche im Vorjahr einen Bus zum Auswärtsspiel nach Jena gechartert. Es wurde eine Tour mit derart einschlagendem Erfolg, das die Rufe nach einer Wiederholung im nächsten Jahr unüberhörbar waren. Groß war dann die Freude als Carsten mit einer Teilnehmerliste für die Fahrt nach Bochum beim 20-Minuten-Bier auflief.
Im Vorfeld des Spiels hatte Hoppi eine Motto-Tour ausgerufen. Der spezielle Bieranzug bestand aus Strohhut, Sonnenbrille, kurzer Hose, Tennissocken und Adiletten, das dazugehörige “Eintracht ist alles”-Shirt wurde bereits von Cattiva organisiert. Da unsere Eintracht auf der Tabelle ja bereits jenseits von gut und böse angesiedelt war, wollte Hoppi noch eine Plastikananas mit goldener Farbe einsprühen, geeignete Obst-Attrappen waren aber leider nicht aufzutreiben.

Pünktlich um 8 traf sich Reisegruppe Lustig am ZOB. Hoppi riss sich mit dem jetzt schon legendären Spruch “Ich kämpfe heute mit offenem Visier, ich habe nicht gefrühstückt” die erste Kanne auf und dann gings auch schon los. Die Schlagzahl aller Beteiligten bewegte sich kurz darauf im oberen Drittel, man kann nur hoffen dass die Abschlußtouren in den nächsten Jahren nicht nach Bayern gehen Zwinkernd
Nach einer kurzweiligen Fahrt, die ihre Highlights erneut durch Jan erlebte, der zum einen ein Loblied auf die Deutsche Bahn kreierte, zum anderen den Mitfahrern in Reimform erklärte, wie ein bestimmter Körperteil auf den Anblick von Sylvie van der Vaart reagiert(Aus pietät- und jugendschutz-gründen werden die Themen hier nicht weiter beleuchtet), erreichten wir relativ zeitig das Ruhrgebiet.
Hier nahmen wir Bock in Empfang und machten uns an der Starlight-Halle vorbei auf zum Stadion. Hoppi´s und mein Plan, als Robins Praktikanten auf die Pressetribüne bzw. in den Innenraum zu gelangen wurde durch unser eigenes Outfit sabotiert, die 4 Stunden Vollgas an der Kanne sorgten allerdings dafür, dass man das “nein” des Ordners nicht ganz so kommentarlos hinnahm wie man vielleicht sollte, erst als Robins Akkreditierung ebenfalls in Gefahr war, wanderten wir Richtung Gästeblock wo das Passieren der Schleuse trotz vorher angekündigter Sanktionen gegen Trunkenbolde erstaunlich reibungslos ablief. Problematischer war da schon das Betreten des Stehblockes, der war nämlich komplett überfüllt, bis auf die Hälfte des Aufgangs kamen wir noch, danach war Schicht. Obwohl es bekanntlich um nichts mehr ging, wollten wir schon noch das Spiel sehen, zumal ich das Ruhrstadion eh als einen der geilsten Grounds im Profibereich sehe. Am Bierstand wurde der Schlachtplan ausgeklüngelt. Hoppi hatte inzwischen “missed in Action” unter seinem Truppenfoto stehen, und so versuchte ich unter dem Vorwand “meine Tante ist ganz alleine da oben im Block” beim Ordner vor dem Sitzplatzblock Eindruck zu schinden. Und siehe da, er winkte uns durch. So desinteressiert wie er allerdings am Geländer lehnte hätte ich vermutlich auch sagen können dass ich die Hütte in die Luft jagen will…Kaum saßen wir, ertönte auch schon der Jubel der Osttribüne, 1-0 Bochum durch ex-Nationalspieler Paul “Slawo” Freier. Da es für Bochum noch um das Sichern des Klassenerhalts ging, war der Jubel natürlich groß, wobei es allerdings traurig ist, dass die knapp 16000 Zuschauer(zieht man die Gäste ab…) erst durch mehrere Rabatt-Aktionen zusammengetrommelt werden konnten. Auch danach hielt der Vfl das Heft in der Hand und kam gut 10 Minuten später durch Inui zu einer weiteren guten Chance. Danach fand die Eintracht besser ins Spiel und hatte durch Bicakcic die Chance zum Ausgleich, sein Kopfball ging allerdings knapp vorbei. Nach einer guten halben Stunde dann die größte Möglichkeit zum 1-1, Kruppke, ebenfalls per Kopf, hatte auf der Hinfahrt aber offensichtlich nicht das Zielwasser im Rucksack, von dem wir noch mehrere Kisten im Bus hatten. Das wusste er anscheinend auch und humpelte kurz darauf so auffallend zur Seitenlinie, das Coach Lieberknecht keine andere Möglichkeit sah als ihn zum Bus, ääähh, in die Kabine zu schicken. Für ihn kam Kumbela. Sekunden vor der Pause war es erneut Bicakcic, diesmal war aber der glänzend aufgelegte Keeper Luthe noch mit den Fingern am Ball und lenkte ihn über den Querbalken. Danach war Halbzeit.
Nach dem Auffüllen der Bierreserven war das Hurra groß, als Hoppi plötzlich bei uns im Block stand, allerdings leicht gezeichnet durch ein leichtes “Handgemenge” während Halbzeit 1 und durch das oben genannte Zielwasser von der Wolfenbütteler Straße. Mit ihm übrigens der Admin dieser Seite, der uns kurz vorher per SMS noch als “Sitzplatzkanacke” titulierte. Der Anpfiff des zweiten Durchgangs war gleichzeitig der Startschuss für den Gästeblock, den in der ersten Halbzeit eh schon überragenden Support noch mal zu toppen. “Wir sind nur zum Feiern hier” und “Eintracht ist alles” waren nur zwei der Top-Hits die vermutlich die halbe 20km entfernte Meisterstadt aus ihrem Ausnüchterungsschlaf riss. Absolut geniale Stimmung, auch der Sitzer machte fast komplett mit und gab damit der legendären 11 auf dem Rasen noch mal den Rückenwind um auch für die berühmte goldene Ananas noch mal alles zu geben. Nach Kumbelas Alleingang, der leider seinen Meister in Luthe fand und dem Platzverweis für Bochums Bönig war es ein Heimspiel für Blau-Gelb, Bochum zitterte jetzt mehr den je um den direkten Klassenerhalt. Der Vfl stand nur noch hinten drin, und selbst Entlastungsangriffe endeten spätestens beim herausragenden Bicakcic. Nur einmal, nach ca 80 Minuten musste Petkovic wirklich eingreifen, tat dieses aber mit Bravour, im Gegenzug fiel dann der umjubelte Ausgleich - doch leider entschieden die Unparteiischen auf Abseits. Zwei weitere Male klärte Luthe dann in höchster Not, bis Ginczek mit dem letzten Konter der Partie das 2-0 für den VfL markierte. Egal Karl - mit dem Schlusspfiff wurde der BTSV gefeiert, als hätten wir heute den Klassenerhalt unter Dach und Fach gebracht, Freunde der Pyrotechnik kamen noch ordentlich auf ihre Kosten und das Team bedankte sich für die Unterstützung.
Wir traten den geordneten Rückzug an und waren froh im Bus gen Heimat zu sitzen.
Die Fahrt zurück nach BS verlief wie es sich für Elche-Tours gehört feucht-fröhlich, Jena wird aber vermutlich nur noch zu toppen sein, wenn man am letzten Spieltag mit 3 Punkten und 5 Toren Rückstand aufs rettende Ufer zum ungeschlagenen Spitzenreiter fährt, dort in der Nachspielzeit das 6-0 schiesst und die Anzeigetafel den Abstieg von 95+1 verkündet…
Vielen Dank an die Elche für die wieder mal traumhafte Organisation, auf in ein neues Jahr - Wir ham noch lange nicht genug :-)
EINTRACHT IST ALLES!!

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Kommentare (2)
Daumen hoch!
1 Dienstag, den 12. Juni 2012 um 18:38 Uhr
Pauli
Gibts eigentlich noch das ein oder andere Foto von der Tour? Ne Galerie als Erinnerungshilfe fänd ich nich schlecht!
reingehaun
pauli
Fotogalerie?!?
2 Dienstag, den 12. Juni 2012 um 19:26 Uhr
Giovanne
Oh Gott, lieber nicht... ;-)

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