Gastbericht: Frei.Wild - Feinde deiner Feinde Tour - 22.11.2012 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Sonstiges
Geschrieben von: Sonja D.   

Konzert
O2 World Hamburg
Zuschauer: 10.000

Für unsere HH-Tour zum Frei.Wild-Konzert traf ich mich mit Pauli und Phillip um 8:30 Uhr am Braunschweiger Hauptbahnhof, verdammt früh aber es war so nunmal die günstigste Zugvariante. Dort musste ich zunächst feststellen, dass ich total schlecht vorbereitet war, denn die Jungs kamen vollbepackt mit Essen und Bier an, ich musste dann am Bahnhof erst noch mein Frühstück besorgen. Auf dem ersten Streckenabschnitt Richtung Kackstadt wurde dann gefrühstückt und mit einem Frühstücksbier auf die bevorstehende Tour eingestimmt. Im ICE nach HH erspähte man auch die ersten Frei.Wild-Fans, die aufgrund ihres sächsischen Dialektes aber schon länger unterwegs gewesen sein müssten.

Kurz nach 11 Uhr erreichte man die Hansestadt und schmiedete Pläne, wie man denn nun die Zeit bis zum Einlass um 18:30 Uhr verbringen könnte. Wir entschlossen uns mit der U-Bahn zur Reeperbahn zu fahren und suchten dort das Osborne auf, wobei wir feststellen mussten, dass die Reeperbahn unter der Woche zur Mittagszeit nicht die beste Anlaufstelle ist. Bis auf ein paar Spelunken hatte hier noch alles geschlossen und so führte uns der Weg weiter zu den Landungsbrücken. Hier konnten wir bei bestem Herbstwetter Sonne und Seeluft genießen und Möwen füttern. Dann erblickte Pauli ein Schild der „Bar 10“, welches darauf hinwies, dass es hier Bier geben würde. Also nix wie hin und schöne Plätze in der Sonne ergattert.

Hamburg

Der Bierkauf wurde dann recht amüsant, denn die Bedienung fragte welche Sorte Astra man gerne trinken würde, Urtyp, Alster oder Arschkalt. Woraufhin Pauli entgegnete, Urtyp kellerkalt würde reichen und die Bedienung darauf hinwies, dass es nicht um die Temperatur des Gerstensaftes ging, sondern es wirklich eine Astra-Winteredition namens „Arschkalt“ gäbe. Wir versprachen, dieses Bier später einmal auszutesten.

Astra Eiskalt

So genossen wir bei dem ein oder anderen Bierchen das herrliche Wetter, auch das „Arschkalt“ wurde probiert, allerdings mit seiner feinen Malznote und den 5,9 Umdrehungen als ordentliches Schädelpils abgestempelt, wodurch es bei einem Bier zum Testen blieb und man wieder zum Urtyp zurückkehrte. Pauli hatte derweil Kontakt zu einem alten Bekannten aufgenommen, mit dem man sich im „Herz von St. Pauli“ verabredete. Bevor wir die „Bar 10“ verließen gönnten wir uns jedoch alle noch ein verdammt gutes Fischbrötchen, ein Muss, wenn man schonmal in Hamburg verweilt! Auf dem Weg in die nächste Kneipe erblickte man auch den Erotik-Weihnachtsmarkt „Santa Pauli“, von dem wir mittels Facebook erfahren hatten. Dieser hatte allerdings noch geschlossen und so begab man sich auf einige weitere Biere ins „Herz von St. Pauli“. Es war mittlerweile 15:30 Uhr und wenigstens dieser Laden hatte schon geöffnet. Drinnen fiel Pauli direkt ein Shirt ins Auge, mit dem Aufdruck „Auf der Reeperbahn nachts um 15:30 Uhr“, welches sofort gekauft wurde.

Reeperbahn

Passender ging es ja nun nicht. Nach und nach trudelten Paulis Kumpel, sowie Mark und ein weiterer Braunschweiger ein, die auch zum Konzert wollten, jedoch eine spätere Zugfahrt wählten. Bevor es dann weiter zur O2-World ging, bummelte man noch kurz über den mittlerweile geöffneten Weihnachtsmarkt und bekam noch die Eröffnungsansprache von Olivia Jones mit.

Olivia Jones

Paulis Kumpel lies sich leider nicht überreden mit zum Konzert zu kommen und so startete man zu fünft Richtung Arena. Beim Aussteigen war man mittlerweile umgeben von diversen Konzertbesuchern und mit einem pisswarmen Dosenbier für den Weg ging es weiter zur Arena. Man hatte noch ausreichend Zeit das Bier in Ruhe auszutrinken, da es sich vor dem Eingang ein wenig staute, konnte man doch kurz vor Konzertbeginn noch ausverkauft vermelden. In der Halle angekommen trennten sich die Wege auch schon wieder da die zwei Nachzügler Stehplatzkarten und wir Sitzplätze hatten, allerdings war meine Karte für einen anderen Block als die der beiden Jungs, aber davon lässt man sich ja nicht aufhalten zusammen zu sitzen. Ich empfand unsere Plätze sehr angenehm, kein großes Gedrängel und freie Sicht zur Bühne, auch wenn diese mächtig weit weg erschien.

Frei.Wild

Phil sah das wohl etwas anders und machte sich auf den Weg in die Meute um zu „tanzen“. Den Beginn machte die Rockband Spitfire, die allerdings etwas unterging da zu dieser Zeit die Halle noch nicht gefüllt war und noch ein reger Durchgangsverkehr herrschte. Weiter machte dann Matt „Gonzo“ Roehr, der die Halle auch mit Onkelz-Songs und eigenen Liedern gleich zum Kochen brachte. Für ihn sicherlich ein sehr emotionaler Abend, stand er doch das letzte Mal auf dieser Bühne zusammen mit den Onkelz bei der Abschiedstournee. Und dann war es Zeit für Frei.Wild, die den beginn mit „Wir reiten in den Untergang machten“. Zum Konzert selber kann ich allerdings nicht allzu viel sagen. Keine Ahnung ob es an der Luft in der Halle, der Müdigkeit oder möglicherweise doch dem zuvor zugeführten Alkohol lag, meine Erinnerungen sind zumindest recht konfus. Neben den Songs des aktuellen Albums wurden natürlich auch Hits wie „Weil Du mich nur verarscht hast“ und „Land der Vollidioten“ gespielt. In Erinnerung bleiben wird auch der Auftritt von Gunter Gabriel bei der Zugabe, den Philipp Burger auf die Bühne holte, ihm die Gitarre in die Hand drückte und er mit dem Johnny Cash-Hit die Halle in einen „Ring of Fire“ verwandelte. Nach einer Raucherpause habe ich den Weg zu unseren Plätzen nicht wiederfinden können und begab mich erstmal mit einer neuen Bekanntschaft ins Innere der Halle, um dem Konzert weiter folgen zu können. Zum Ende des Konzertes machte sich bei mir doch leichte Panik auf, schließlich hatte ich Pulli, sowie Jacke und blöderweise auch meine Handtasche inkl. Handy am Platz gelassen und befürchtete meine Reisegruppe nicht wiederzufinden. Aber am Ausgang konnte ich die beiden zum Glück ausfindig machen und sie hatten auch alle meine Sachen dabei. Danke, Jungs! Jetzt waren es noch gut 3,5 Stunden bis unser Zug uns zurück in die Löwenstadt bringen sollte und man machte sich abermals auf den Weg zur Reeperbahn um den Abend ausklingen zu lassen. Die Stimmung wurde etwas gedrückt, da dem Mark in der Menschenmenge der Stehplätze das Handy aus der Hosentasche geklaut wurde, nach einer Anzeige bei der Polizei bekam er aber die gute Nachricht, dass die Taschendiebe, die insgesamt 27 Handy mitgehen lassen hatten, gefasst wurden.

Das Osborne hatte allerdings auch jetzt nicht geöffnet und so kehrten wir im Irish Pub „Murphys“ ein und lauschten bei einem Kilkenny der Livemusik. Langsam machte sich aber doch die Müdigkeit bemerkbar und Beschwerden wie Kopfschmerzen machten sich breit. Bevor es aber zum Zug ging, wurde noch im „Night Light“ bei feinstem Metal ein Absacker getrunken, denn nachdem das letzte Bier schon nicht mehr wirklich schmeckte gönnten Phil und ich uns nen Bacci-Cola, der laut Pauli nach Captain Morgan roch. Aber bei Pauli roch mittlerweile alles nach Captain Morgan, der Ballantines im Zug später ebenfalls. Und so orderte ich für Pauli auf seinen Wunsch diverse Gläser Leitungswasser (!) die auch alle auf Ex runter gingen, scheinbar fühlte er sich danach etwas besser. Auf dem Weg zum Bahnhof wurde bei BK noch Proviant besorgt und dann gönnte man sich den Luxus einer Taxifahrt und kamen so pünktlich zu unserem Zug gen Heimat. Dort wurde gespeist und der ebenschon erwähnte Whiskey getrunken um dann einfach mal gepflegt wegzunicken. Zum Glück war Pauli noch bei Sinnen und sorgte in Kackstadt dafür, dass wir den Zug verlassen, leider hatte dieser Zug bereits Verspätung und unser Anschlusszug war weg. Ich war zwar auf den Beinen, aber scheinbar noch im Halbschlaf und habe einige Minuten gebraucht um zu kapieren, dass wir BS noch gar nicht erreicht haben und konnte nun nachvollziehen, warum Pauli so einen Stress gemacht hat zum anderen Gleis zu kommen. Die einzige Möglichkeit hier wieder wegzukommen war also doch der Bummelzug, der kurze Zeit später eintraf und uns gemächlich nach BS brachte. Am Bahnhof angekommen trennten sich dann unsere Wege und um 7:30 Uhr bin ich zu Hause einfach nur noch ins Bett gefallen. Ein schöner Tag mit einem super Konzert ging so zu Ende.

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