Gastbericht: Kölner Haie - Augsburger Panther 5:2 (1:1, 3:0, 1:1) 09.12.2012 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Andere Sportarten
Geschrieben von: Björn (Society Braunschweig)   

Deutsche Eishockey Liga
Stadion: Lanxess Arena
Zuschauer: 12.074

Das Dilemma ums Köln-Wochenende wurde ja im Bericht BVB-WOB hinlänglich beleuchtet, ein bisher nicht genannter Grund für das Festhalten am Wochenende trotz Spielausfall im Flughafenstadion waren die bereits bei mir daheim liegenden Tickets für das Heimspiel der Haie.
Nach ausgiebigem Fisch-Frühstück bei Gosch und dem anschließenden Konter-Kölsch im Hard Rock Cafe zogen wir zur Gummersbacher Straße, wo sich in der Haie-Sportsbar in der KölnArena 2 weiter aufs Spiel eingestimmt wurde.
1 Stunde vor dem ersten Bully fanden wir uns in der Lanxess Arena ein.

Die Haie spielen dieses Jahr nach einer gefühlten Ewigkeit mal wieder da, wo sie im Selbstverständnis der Fans und auch der Tradition zufolge hingehören: oben. Zwar musste man den Platz an der Sonne nach einer kurzen Schwächeperiode, die ihren Höhepunkt im 1-7 zwei Tage zuvor in Hamburg fand, abgeben, aber die Tatsache, dass man nach Jahren in denen man erst wenn überhaupt am letzten Spieltag die Quali für die Play-Offs schaffte, endlich mal wieder zum Spitzentrio zählt, ist Balsam auf die kölsche Volksseele. Und da der Mannheimer ERC mehr Spiele absolviert hat, ist das ja eh nur eine Tabellenführung zweiter Klasse, die man sich heute mit einem Sieg gegen Augsburg zurückerobern könnte.

Die Haie zeigten sich von Beginn an zielstrebiger als der Kontrahent aus Bayern, klare Chancen blieben dennoch zunächst Mangelware. Bis zur 7. Minute. Ohmann bekommt den Puck hinter dem gegnerischen Tor, von wo aus beherzt an zwei Gegenspielern vorbei in die Mitte zieht und eiskalt zum 1-0 vollendet. Die Zielstrebigkeit nahm dann aber unverständlicherweise ab und so ermöglichte man dem AEV nur 3 Minuten später den Ausgleich. Die hatten aber Glück, dass Tjärnquist einen Schuss von Thang mit der Kufe ins eigene Netz lenkt. Diesen Schuss vor den Bug schien der KEC aber benötigt zu haben denn von nun an ging es nur noch aufs Tor von AEV-Goalie Ehelechner. Doch zählbares sprang nicht dabei heraus, alleine John Tripp vergab 3 Hochkaräter, und so ging mit einem aus Augsburger Sicht schmeichelhaften 1-1 in die erste Pause.

Das Mitteldrittel begann so wie das erste Drittel zu ende ging, wütende Haie-Angriffe aufs Panther-Tor im Minuten-Takt. Nach 4 Minuten dann endlich die erneute Führung durch Gogulla der sich von der blauen Linie ein Herz fasste und Ehelechner keine Chance ließ. Kurz darauf das hochverdiente 3-1. Robinsons Schuss wird von der Augsburger Verteidung zwar abgewehrt , der Puck landete jedoch bei Routinier Stephens, der keine Mühe hat, die Scheibe über die Linie zu bugsieren. Jetzt endlich war auch die Nordkurve der Halle endlich da, vorher war bis gelegentliche “Haie, Haie”-Anfeuerungen nicht viel zu vernehmen. Die 10 mitgereisten Fugger-Städter konnten aus dem Oberrang nichts brauchbares zur Stimmung beitragen, lediglich nach dem Ausgleich waren sie kurz zu hören. Als Augsburgs Helms wegen Hakens 2 Minuten vor der Sirene in die Kühlbox musste, war eigentlich alles vorbereitet für eine kleine Vorentscheidung. Und so kam es: Im Power-Play kommt Holmquist an den Puck, den er von der blauen Linie humorlos unter die Latte nagelt.

Auch der KEC sah das nun als Vorentscheidung an, während der Fan auf der Tribüne nun aber gemütlich sein Kölsch trinken kann, finde ich es immer etwas gefährlich wenn die Spieler 2 Gänge zurückschalten, speziell im Eishockey kanns da ja durchaus schnell gehen. Es war mir daher völlig unverständlich dass man dem AEV nun quasi das Eis überliess. Glücklicherweise scheiterten die Gäste zum Teil an sich, zum Teil am nun stark geforderten Danny Aus den Birken, der Führung im Spiel und damit die Tabellenführung festhielt. Flache, McArthur und Thang hätten das Spiel zwischen Minute 40 und 50 drehen können. Kurz nachdem auf der Gegenseite Tripp und Weiß für zaghafte Entlastungsangriffe sorgten dann aber doch der Anschlußtreffer durch Somma in Minute 52. Die Fans in der Südkurve merkten jetzt auch dass das Team die Unterstützung braucht und so kam es bis zum Ende zu schönen Wechselgesängen zwischen Nord und Süd. Die Haie erarbeiteten sich nun langsam wieder die Kontrolle über das Spiel und als Augsburg kurz vor Ende den Goalie vom Eis nahm erzielte Schütz lehrbuchhaft den Endstand ins leere Tor.

Nach kurzen Feierlichkeiten anlässlich der Tabellenführung verließen wir die Halle und machten uns bei netten Schneeregen auf gen Heimat.

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