Hertha BSC Berlin - Eintracht Braunschweig 3:0 (1:0) 08.04.2013 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 12/13
Geschrieben von: Sonja D.   

2. Bundesliga
Stadion: Olympiastadion Berlin
Zuschauer: 51.029

Für das Gastspiel im Berliner Olympiastadion war der erste Neuner kurz nach Bekanntgabe des Termines voll. Melli hatte sich bereit erklärt das Gefährt zu steuern und neben Andi, Nele und Maik waren noch Kratzer, Micha, Naddi und ich mit von der Partie. So konnte Micha nun endlich sein Geburtstagsgeschenk bei Naddi einlösen, die ihrem Bruder eine Auswärtsfahrt spendieren wollte. Da diese Woche zwei Auswärtsspiele anstanden bot es sich an, die komplette Woche Urlaub zu nehmen. Naddi sorgte für die Verpflegung, sogar vegetarische „Bulleten“ für die Fahrerin waren dabei und Micha stellte eine ganz nette CD zusammen, auf der für alle was dabei war.

Auch für unser Tanzpärchen aus Regensburg ;) Was eigentlich nur der Belustigung dienen sollte, kam bei Melli und Nele aber super an und nach und nach wurde eine Choreografie zum Stern des Südens einstudiert, während der Rest der Besatzung diesen Ohrwurm nicht mehr hören vermochte. Wo man auf der A2 gen Berlin hinsah waren die Autos blau-gelb beflaggt, die Begegnung der beiden Teams an der Tabellenspitze der zweiten Bundesliga zog gut 10.000 Braunschweiger an. Einerseits beachtlich wie viele Leute heute mobilisiert werden konnte, anderseits erwartete man einen großen Teil Eventfans.

Auf dem Berliner Ring standen wir im Stau, aber leider hatte einer unserer Insassen plötzlich einen starken Drang das Bier wegzubringen. Da es sowieso nur stockend voran ging, wählte die Person den nahe gelegen Busch am Straßenrand. Respekt an Naddi, das traut sich nicht jede Frau, aber was muss das muss.

Den Wagen stellten wir im nahegelegenen Wohngebiet ab und machten uns auf den Weg ins Stadion. Fantrennung gab es hier nicht, wir konnten uns frei bewegen und oh Wunder, es verlief alles friedlich. Unterwegs traf man zunächst auf Pauli und die Eintrachtfreunde Lehre und kurze Zeit später auf die Insassen des Elche-Express und die Society.

Im Stadion kämpften wir uns den Weg zu unseren Blöcken im Oberrang, aber vorher mussten wir Mädels gefühlt kilometerweit zurücklaufen um die Toiletten aufzusuchen. Bevor es in den Block ging versorgten wir uns noch „schnell“ mit Lightbier an den völlig überfüllten Versorgungsständen, Micha und Naddi tauschten ihre Karten sodass Naddi in den etwas entspannteren Block gehen konnte während Micha und ich uns im angrenzenden Block an den Cattiva-Block durchkämpften und einen Platz mit ordentlicher Sicht ergattern konnten. Das Stadion wirkte recht imposant, aber man war schon verdammt weit vom Spielfeld entfernt. Cattiva startete mit einer gelungenen Pyro-Einlage zusammen mit vielen blau-gelben Plastikfähnchen. Auf dem Feld wurde weniger eindrucksvolles gezeigt, auf beiden Seiten. Die erste halbe Stunde spielte sich größtenteils im Mittelfeld ab, gefährlich wurden nur die Standards der Gastgeber und so kam es in der 34. Minute durch Ronny zur Führung für Hertha. Hierbei machte Davari keine gute Figur. Nur fünf Minuten später köpfte Bicakcic knapp am Tor vorbei.

In der Halbzeit verteidigte ich unsere Plätze während Micha versuchte sich mit Naddi zu treffen um sie in unseren Block zu holen. Leider verfehlten die beiden einander und das Handynetz war zu sehr überlastet um sich zu kontaktieren. An den Versorgungsständen war keine Besserung in Sicht und so ging es ohne Getränkeversorgung in die zweite Halbzeit.

Auch in der zweiten Halbzeit sahen die Löwen nicht besser aus. Es begann mit einer Riesenchance von Ronny, der das Leder am leeren Tor vorbei schoss. 10 Minuten nach Wiederanpfiff war es Herthas Ramos der im Alleingang den Ball ins Tor lupfte. Lieberknecht regierte indem er mit Zhang und Ademi neue Offensivkräfte aufs Feld holte. Ademi kam zwar zu einer guten Torchance, konnte diese aber nicht verwandeln und so war es wieder einmal Ronny, der in der 76. Minute mit seinem zweiten Tor das Spiel entschied.

Nervig waren nun die Beschwerden der Eventies um uns herum. „Wenn schon mal 10.000 Braunschweiger nach Berlin kommen, muss man doch auch gewinnen!“ Viele Leute dieser Kategorie verließen den Block kurz vor oder bei Abpfiff, wir zollten der Mannschaft noch unseren Respekt. Immerhin spielen die Jungs eine grandiose Saison und hier war ein Sieg nun nicht unbedingt zu erwarten. Beim Verlassen des Blockes sammelten wir Naddi ein und wurden am Wagen schon erwartet um die Rückfahrt zu beginnen, da nicht alle am folgenden Tag ausschlafen konnten.

Die Rückfahrt wurde sehr ruhig verlebt, da die meisten ihre Augen geschont haben. Lediglich die vorderste Reihe konzentrierte sich auf die Straße und Naddi war noch voll im Nachtschichtrhythmus und daher eher in Partylaune als Müdigkeit erkennen zu lassen, nur war sie damit relativ allein. Kurz nach 1 Uhr erreichten wir die Löwenstadt, fuhren noch Kratzer und Maik nach Haus und dann weiter zu Harms, wo sich unsere Wege für heute trennten. Mund abwischen, Kopf frei kriegen war jetzt die Devise, schließlich sollte vier Tage später die nächsten Punkte für den großen Traum eingefahren werden.

Share
 

Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
Titel:
Kommentar:
  Sicherheitscode zur Prüfung. Nur Kleinschreibung. Keine Leerzeichen.
Sicherheitscode-Prüfung: