Thomas Sabo Ice Tigers – Eisbären Berlin 4:3 (0:0, 1:1, 3:2) 05.01.13 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Andere Sportarten
Geschrieben von: Sascha   

Deutsche Eishockey Liga
Stadion: Stadion Nürnberg (Frankenstadion)
Zuschauer: 50.000

Die fußballose Zeit überbrückten wir im neuen Jahr mit dem ersten DEL-Spiel unter freiem Himmel, dem sog. DEL Winter Game. Ich organisierte diese Reise für Jasmin, Carsten, Steffi, Holger, Bibbi, Björn, Andrea und mich. Um in den Genuß einer relativ günstigen Gruppenreise per ICE zu kommen mussten wir allerdings den Zug um 5:20 Uhr nutzen. Somit erreichten wir Nürnberg auch schon gg. ½ zehn. Die Zimmer des Hotels in Bahnhofsnähe waren selbstverständlich noch nicht bezugsfertig, sodaß wir dort erstmal nur unser Gepäck verstauen konnten.

Danach suchten wir bei äußerst ungemütlichem Wetter mit Fisselregen die Altstadt auf. Hier wuselte bereits schon halb Eishockeydeutschland durch die Gegend. Wir sichteten neben einer optischen Übermacht aus Berlin eine bunte Schar sämtlicher Trikots aus allen deutschen Ligen, darunter auch alte Rivalen unserer Eintracht wie die Fischtown Pinguins oder dem Braunlager EHC/Harz.

Da sämtliche Lokalitäten erst gegen elf Uhr öffneten vertrieben wir uns bis dahin die Zeit mit etwas Sightseeing. Dabei stießen wir unterwegs auf „Böhm’s Herrenkeller“. Aber weder Carsten noch Holger rückten nach diversen Aufforderungen mit dem Haustürschlüssel raus. Somit harrten wir die restlichen Minuten vor Öffnung an den Toren des zuvor gesichteten „Augustiner“ aus.

Böhm's Herrenkeller

Wir drückten uns schon die Nasen an der Glastüre platt, ehe Pedro – so taufte ich kurzum den Kellner mit südländischen Anschlag – erbarmen mit uns hatte und die Pforte öffnete. Wir rückten zwei Tische zusammen und studierten sogleich die Speise-/Getränkekarte. Glücklicherweise bestellten wir noch bevor sich der Laden allmählich füllte, denn Pedro fungierte hier zunächst als Alleinunterhalter und flitzte dabei leicht überfordert von Tisch zu Tisch. Er hatte die Sache aber weitestgehend im Griff.

Zwischenzeitlich kehrte ich mit Bibbi, Jasmin und Andrea zum Hotel zurück um die Zimmer zu beziehen. Als wir an einer roten Ampel hielten, erlebte ich dann ein Unikum: Die Mädels verübten im nahegelegenen Discounter ein Speedshopping mit einer gestoppten Bestzeit von 1:02 Minuten und standen rechtzeitig zur Grünphase mit ’nem neuen Paar Socken in den Händen wieder neben mir. Die Damen machten sich nach dem einchecken noch kurz frisch, danach holten wir den Rest im „Augustiner“ wieder ab und fuhren per Tram zum Stadion.

Um gleich eines vorwegzunehmen: Unsere Befürchtungen wurden Realität, denn das Frankenstadion ist für Eishockey komplett ungeeignet. Durch die Laufbahn ist man viel zu weit vom Geschehen entfernt und auf unseren Stehplätzen war zudem die Sicht aufgrund der Bande mehr als sichtbehindert. Somit blieb uns nur der Blick auf den Videowürfel, aber das hätten wir auch im heimischen Wohnzimmer haben können. Auch das ganze Drumherum ähnelte eher einer Webeveranstaltung von Thomas Sabo. Wir scherzten schon, daß heute statt des Pucks ein Diamant übers Eis fegen würde. Zumindest war die Stimmung aber auf allen Seiten auf hohem Niveau und der Berliner Anhang zog kurz vor Spielbeginn ein überdimensionales Dynamowappen durch seine Reihen und feuerte die Eisbären lautstark an.

Das größte Manko an der heutigen Veranstaltung war allerdings, daß die Bier- und Fressbuden total überlaufen waren und sich ellenlange Schlangen bildeten. Da wir von dem ganzen Event mehr als enttäuscht waren, machten wir zum dritten Drittel den Abflug und kehrten wieder in die Altstadt zurück.

Nach einem Zwischenstopp bei einer bekannten Fastfoodkette teilte sich schließlich unsere Reisegruppe. Außer dem Präsi, Rauti und meiner Wenigkeit zog der Rest es vor sich bereits ins Hotel zu begeben. Somit landeten wir abermals im „Augustiner“, das mittlerweile restlos überfüllt war und für uns nur noch ein Stehplatz zur Verfügung stand. Nach ein paar Runden suchten wir schließlich auch unser Hotel auf, nahmen noch einen Schlummifix zu uns und landeten letztendlich in unseren Kojen.

Da unsere Rückfahrt bereits um ½ acht angesetzt war, fiel somit auch die Übernachtung etwas kürzer aus. Im ICE gen Heimat rasselte ich noch mit einem weiblichen Freezers-Fan aneinander, die dermaßen mies gelaunt war und meinte mich beleidigen zu dürfen nur weil sie zu dämlich war Ihren Sitzplatz zu finden. Nach ein paar Aufregern meinerseits herrschte aber schnell wieder Ruhe im Karton und wir verkürzten uns den Rückweg u. a. mit Bibbis Rätselheft, das für den einen oder anderen Lacher sorgte (die Reisegruppe weiß, was ich meine Lachend). Wir kauten das halbe Heft durch, womit die Zeit wie im Fluge verging und wir gegen elf Uhr schließlich wieder in heimischen Gefilden eintrudelten.

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Kommentare (1)
Bibi´s Rätselheft
1 Dienstag, den 14. Mai 2013 um 10:01 Uhr
Rauti
"Wie weit isses von Rom nach Athen?"
"Luftlinie? Seeweg? Landweg?"
"Nee, Kilometer!" :-D

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