FC St. Pauli - Eintracht Braunschweig 5:1 (2:0) 12.05.2013 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 12/13
Geschrieben von: Sonja D.   

2. Bundesliga
Stadion: Millerntor-Stadion
Zuschauer: 29.063 (ausverkauft)

Mit einer kleineren Reisegruppe als im vergangenen Jahr wollte man das letzte Auswärtsspiel in der zweiten Liga mit einem Wochenende in Hamburg verbinden. Zeitgleich war auch noch Hafengeburtstag und Fabi ergatterte ein bezahlbares Hotel in Bahnhofsnähe. Er war mit Dirk bereits Donnerstag in die Hansestadt gereist, Carsten, Jasmin, Micha und ich folgten am Freitagabend per ICE. Nach Ankunft schnell das Gepäck im Hotel abgeliefert (Die Zimmer waren wirklich winzig, man konnte sich kaum um die eigene Achse drehen, aber für den Preis zum Hafengeburtstag okay).

Und los ging es zur weiteren Bieraufnahme im nahe gelegenen „Rund um die Uhr“, wo wir Fabi und Dirk erwarteten, die nach dem ersten Abend noch ein wenig Schönheitsschlaf in ihrem Doppelbett genossen. Nach ein paar Runden und dem Eintreffen von Fabi und Dirk machten wir uns auf den Weg zur Reeperbahn. Hier kehrten wir zunächst in die Seilerhütte ein, wo der Wirt uns herzlichst begrüßte und uns einen selbstgemachten Mexicana nach dem anderen verabreichte. Aufgrund meiner Pfefferallergie musste ich jedoch nach dem Ersten aussteigen und wurde von nun an mit „Sperma“ verköstigt, klingt eklig, sah auch eklig aus, es handelte sich dabei jedoch um einen überraschend leckerer Ananas-Kokos-Likör. In dem netten Ambiente verlebten wir einige Zeit. Um 24 Uhr hatten Jasmin und Carsten Grund zum Anstoßen, zum Einjährigen gönnten sie sich zur Feier des Tages ein Piccolöchen, bevor sie recht frühzeitig den Weg ins Hotel antraten. Dave + Kumpel konnten wir auch noch herbei lotsen, kramten in der Jukebox den einen oder anderen Klassiker raus und stimmten wiederholt den Traum von Liga eins an. Irgendwann verabschiedeten wir uns jedoch vom Wirt Reinar und begaben uns ins Osborne. Hier musste Micha feststellen, dass man mich keine fünf Minuten alleine lassen kann, denn während er kurz Bier wegbrachte, habe ich mir Hausverbot für den Rest des Abends eingehandelt. So ganz gerechtfertigt fand ich das aber nicht: Fabi stimmt was gegen St. Pauli an, der ganze Tisch gröhlt mit und Hermann kommt schnurstracks auf mich zugelaufen und bittet mich auszutrinken und das Etablissement für heute Abend zu verlassen. Auch Beschwichtigungsversuche seitens Fabi brachten hier nichts und so entschied man den Abend für heute zu beenden und ins Hotel einzukehren.

Samstag

Am Samstag stellten wir nach dem Ausschlafen fest, dass wir mit dem Rest für den heutigen Tag gar nichts ausgemacht haben. Fußball gucken war nicht möglich, da die meisten Vereine erst Sonntag spielten, Handball war uns zu teuer und auf Hockey hatte man auch nicht wirklich große Lust. Also kurzerhand den Präsi angerufen und ihm eine Viertelstunde Zeit gegeben, mit uns zum Hafen loszuziehen. Nach der Viertelstunde, während wir gerade Fabi und Dirk aufweckten, rief der Präsi zurück und meinte, sie würden nachkommen und sich später bei uns melden. Fabi wollte den Präsi begleiten und so machten Micha und ich uns erstmal zu zweit auf den Weg gen Hafen. Dort suchten wir zunächst die „Bar 10“ auf, da ich unbedingt solch ein leckeres Fischbrötchen wie vor dem Frei.Wild-Konzert genießen wollte. Besagte Lokalität wiederzufinden war heute bei den Menschenmassen und den ganzen Fressbuden gar nicht so einfach, gelang uns aber letztendlich doch. Gut gestärkt liefen wir die Landungsbrücken ab und schauten uns die Schiffe von außen an. 3€ um ans Deck gehen zu dürfen hätten wir höchstens für die Gorch Fock eingesehen, dort war aber die Warteschlange ewig lange und wir wollten unsere Zeit sinnvoller vertreiben. Also gingen wir weiter am Hafen entlang und gönnten uns eine Auszeit bei einem leckeren Getränk und konnten etwas Sonne tanken. Vom Rest der Reisegruppe kein Lebenszeichen. So zogen wir weiter über den Traditionshafen und die Hafencity (mit der erstaunlich hässlichen Elbphilharmonie) zum Cruise Center, wo wir die MS Europa 2 von außen begutachten konnten, deren Taufe wir am Vortag jedoch verpasst haben. Die Sonne zog sich langsam zurück und wir entschieden uns im Miniaturwunderland zu erkunden, was sich seit unseren letzten Besuchen so verändert hat. Der Flughafen ist mittlerweile fertig gestellt und so verweilten wir dort eine ganze Zeit.

Als wir wieder an die frische Luft kamen, fing es an zu regnen und wir fuhren noch einmal zurück ins Hotel, damit ich mir meine Regenjacke holen konnte. Da es langsam an der Zeit für Nahrungsaufnahme war, ging es direkt zurück zur Reeperbahn. Vom Rest der Truppe wusste man dank Facebook , dass sie irgendwo saufen waren, man bekam aber keine Antwort wo und so versuchten wir erneut Kontakt herzustellen und verabredeten uns mit Carsten und Jasmin im Silbersack, nachdem sie mit den anderen den sonnigen Tag in diversen Kneipen in Hotelnähe verbachten. Der Silbersack war jedoch völlig überfüllt und somit verdammt schlechte Luft, Bier konnte man auch nicht mit vor die Tür nehmen, da ja bereits das Glasflaschenverbot galt und so tranken Micha und ich unsere Biere aus und warteten vorm Eingang auf Carsten und Jasmin, die in diesem Moment in die Straße einbogen. Wir begleiteten die Beiden zu Kiez Curry und von da aus ging es weiter zum Hafen, wo das Metal-Kreuzfahrtschiff von Miri und Totti einlaufen sollte. Wir suchten uns ein nettes erhöhtes Plätzchen von dem wir eine gute Sicht auf den Hafen hatten und mit dem Einlaufen des Schiffs gab es endlich vernünftige Musik zu hören, wobei wir allerdings die Befürchtung hatten, dass Miri und Totti mit einem Tinitus heimkehren würden, bei der Lautstärke. Im Anschluss lief die Aida ein und so wurde noch abgewartet um das große Feuerwerk zu sehen und langsam wurde es um uns herum immer voller, also hatten wir einen guten Moment abgepasst unsere Plätze zu sichern. Mittlerweile wurde es wirklich kalt, aber das Warten hat sich gelohnt, denn wir wurden mit einem prächtigen Feuerwerk belohnt. Danach waren wir aber nach dem langen Tag echt kaputt und fuhren ins Hotel um dort völlig k.o. in die Betten zu fallen.

Sonntag

Sonntagmorgen dann erneute Kontaktaufnahme mit dem Rest der Reisegruppe, wie die Tagesplanung ausschaut. Fabi meldete, dass er bereits im „Rund um die Uhr“ zum „frühstücken“ sei, Carsten und Jasmin brachten Miri und Totti zu den Fernreisebussen und so verstauten wir unsere Rucksäcke bei Fabi auf dem Zimmer und trafen uns mit ihm. In der Kneipe wurde zunächst die High-Tech-Jukebox bestaunt und bei ein paar Gerstensäften mit dem Wirt und einem Stammgast geschnackt. Später gesellten sich auch Carsten und Jasmin dazu und als auch Dirk irgendwann auftauchte machte man ich sich auf den Weg zum Millerntor.

An der U-Bahn-Station am Gästeblock angekommen sah man die ersten bekannten Gesichter und besorgte sich noch eine kleine Wegzehrung vorm Spiel. Im Stadion dann ähnliche Zustände wie im vergangenen Jahr, unser Platz ganz unten im überfüllten Block mit dem Zaun vor der Nase. Micha und ich konnten uns jedoch ein paar Treppenstufen hochkämpfen und hatten so einigermaßen Sicht aufs Spielfeld, doch was wir da sehen mussten grenzte an Spielverweigerung. Pauli brauchte einen Sieg um den Klassenerhalt zu schaffen und ich hätte nur zu gerne zugesehen, wie wir Pauli in die dritte Liga schießen, es kam jedoch ganz anders. Bereits in der 7. Minute konnten die Gastgeber durch Ginzek in Führung gehen und da der Junge heute so gut in Fahrt war, legte er fünf Minuten später noch eins nach. Die Löwen fanden danach etwas besser ins Spiel, konnten aber am Spielstand zunächst nichts ändern und so ging es mit dem Rückstrand in die Pause. Noch hatte man alle Hoffnungen, dass das Spiel gedreht werden könnte. Als DAvari in der 68. Und 70. jedoch noch zwei weitere Male hinter sich greifen musste, war die Niederlage besiegelt und man hoffte nur noch, dass das Ergebnis aus 2002 nicht getoppt wird. Leider ertönte das nervige „woohoo“ noch ein weiteres Mal in der 86. Spielminute. Kurz vor Ende gelang Gianluca Korte dann doch noch ein Ehrentreffer und dieser wurde vom Gästeblock ironisch gefeiert. Natürlich kann man verlieren, aber bitte nicht so und mit dem Schlusspfiff machten wir uns auf den Weg ins Hotel um unsere Rucksäcke einzusammeln. Wir waren sogar so früh am Bahnhof, dass wir kurz Proviant kaufen konnten, dabei auf Carsten und Jasmin trafen und den früheren Zug über Rotenburg und Verden bekamen. In den ersten zwei Zügen ergatterten wir noch nette Sitzgelegenheiten, von Verden nach Hannoi konnten wir uns gerade noch so in den Zug hinein quetschen und mussten so knapp eine Stunde verharren bis wir mit 20-minütiger Verspätung Hannoi erreichten und in den Zug gen Heimatstadt einsteigen konnte, der extra auf unsere Ankunft gewartet hat und uns in die Löwenstadt beförderte.

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