SV Sandhausen - Eintracht Braunschsweig 1:3 (0:2) 12.04.2013 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 12/13
Geschrieben von: Sonja D.   

2. Bundesliga
Stadion: Hardtwaldstadion
Zuschauer: 6.300

Währende die vielen Eventfans von Montag sich sicherlich noch über die Niederlage in Berlin aufregten, machten wir uns Freitagmittag auf den Weg nach Sandhausen. Da uns mal kein Strich durch die Rechnung gemacht wurde und der Waldhof einen Tag später ein Heimspiel bestritt, waren wir uns schnell einig nach dem Spiel Heidelberg unsicher zu machen und am nächsten Tag über Mannheim die Heimreise anzutreten. Melli bot sich wiederholt als Fahrerin an und so machten wir uns zu acht auf den Weg. Ingo, der den Wagen gemietet hatte, traf sich also um kurz vor halb eins mit Andi, Giovanne und Carsten bei Harms.

Da zeitgleich ein weiterer Neuner abgeholt wurde, wurde zunächst gerätselt ob das Pärchen, welches dort bereits wartete zur Reisegruppe gehörte oder nicht. Man wartete dann aber doch noch auf Micha und mich und nachdem auch Nele eingesammelt werden konnte, ging es weiter die Fahrerin von zu Hause abzuholen. Gut gelaunt bestritt man so also die Hinfahrt, bei den meisten floss leckeres Woters die Kehlen hinunter. Ich stand jedoch vor der schwierigen Entscheidung, Bier trinken oder für meinen Anteil am längsten Eintracht-Schal weiter zu stricken. Da man beim Stricken beide Hände benötigt, gewann am Ende das Wolters und der Schal wurde an diesem Wochenende noch nicht fertig. Obwohl heute eine größere Auswahl an Musik mit an Bord war, wurden wir erneut mit dem „Stern des Südens“ bestraft und Nele und Melli bauten ihre Choreografie dazu aus, wodurch die Konzentration auf die Straße ein wenig verloren ging. Trotzdem kamen wir unversehrt in Sandhausen an und parkten den Wagen am Hundesportverein und machten uns auf den Weg zu dem Stadion, wo 2010 „Werdet zur Legende“ erstmals verbreitet wurde.

Die Gerade blieb heute allerdings geschlossen und der Gästeblock sah schon recht gefüllt aus, schätzungsweise 700 Braunschweiger und Freunde aus Mannheim und Basel. Man positionierte sich bei der Society und auch Pauli fand den Weg zu uns. Die Sicht war okay, aber die Versorgungssituation war unter aller Sau und so musste man ewig darauf warten, Light-Bier trinken zu dürfen.

Lieberknecht reagierte auf die Niederlage am Montag indem er Davari auf der Bank platzierte und Petko zwischen die Pfosten stellte. Wir waren einstimmig der Meinung, dass der Zeitpunkt für den Austausch sehr unglücklich war. Allerdings zeigte Petko bereits in der dritten Minute, dass der Wechsel keine Fehlentscheidung war und wehrte erfolgreich einen Fernschuss der Gastgeber ab und leitete einen Konter ein, der über Vrancic zu Kumbela ging und seinen Weg ins Netz fand. Nur eine Minute später hätte Domi zum 2:0 erhöhen können, der Ball kam aber diesmal zu ungenau. Die frühe Führung der Löwen verunsicherte die Sandhäuser und sie wirkten nervös. Sie konnten sich dann jedoch recht schnell wieder fangen aber der Braunschweiger Abwehr machte dies keine großen Probleme. Allerdings vergaßen die Gäste auch für einen Moment, selbst nach vorne zu agieren und das Tor zu suchen. In der 39. Minute konnte Kumbela dann doch zum 2:0 Halbzeitstand erhöhen. Die Gastgeber wollten sich aber noch nicht mit der Niederlage abfinden, kamen sehr motiviert aus der Pause und so gelang es ihnen in der 51. Minute Petko zu überwinden und den Anschlusstreffer zu erzielen. Unsere Jungs ließen sich davon aber nicht sehr beeindrucken und erkämpften sich weiterhin Chancen vor einer stabilen Abwehr, der Sandhausen nur nach ruhenden Bällen gefährlich werden konnte. Eine Viertelstunde vor Schluss wurde unser Kapitän nach seiner langen Verletzungspause erstmals eingewechselt und erzielte in der 86. gleich wieder einen Treffer. Dies war dann auch der Endstand und der Traum von Liga 1 weiter in greifbarer Nähe.

Wir entkamen ein wenig dem Stau vom offiziellen Gästeparkplatz und legten fix die paar Kilometer nach Heidelberg zurück um ins Hotel einzuchecken. Dort begegneten wir Rossi inklusive Anhang und auch Weißi hatte den Weg zum Hotel gefunden. Mit Bier versorgt ging es im Taxi weiter in die Altstadt, allerdings mussten wir uns auf drei Taxen aufteilen, was zu einiger Verwirrung bzgl. des Treffpunktes sorgte, aber man fand zueinander. Man konnte sich nicht so recht einigen, welche Lokalität aufgesucht werden sollte, da folgten die Elche einfach dem Schild an einer Cocktailbar: „18 – 3 Uhr, alle Cocktails 4€“. Das musste getestet werden und wurde sogleich für gut befunden, große Portionen und verdammt lecker. Nur Giovanne konnte die leckeren Getränke nicht genießen, bei ihm machte sich mal wieder das Bockbier der Hinfahrt bemerkbar…Nach einigen Runden machten wir uns auf den Weg zum Rest unserer Reisegruppe in eine Kneipe eine Straße weiter. Hier wollte man uns aber zunächst abweisen, mit der Begründung „für heute genug Fußballfans“, man ließ uns dann aber doch passieren, nachdem wir versicherten uns ruhig zu verhalten. Hier trafen wir auch Rossi und seine Begleitung wieder, mit denen Micha und ich uns gegen 1 Uhr das Taxi teilten. Leider haben wir nicht mitbekommen, das Giovanne uns begleiten wollte und so war für ihn keinen Platz mehr im Taxi. Auf seiner eigenen Taxi-Rücktour stellten wir im Nachhinein fest, dass der Hotelname für Betrunkene gut gewählt war, denn „zum Hotelo“ bekommt man auch mit erhöhtem Promillepegel noch gelallt. Gefährlich wurde es erst an den Zimmertüren, denn statt einem Türschlüssel gab es nur einen langen Zahlencode, der eingegeben werden musste, was sich bei einigen unter Alkoholeinfluss als Hürde herausstellte.

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