Gastbericht: TSV Hillerse - SV Grün-Weiß Calberlah 1:1 (1:1) 21.09.2013 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 13/14
Geschrieben von: Björn (Society Braunschweig)   

Landesliga Braunschweig
Stadion: MBÖ-Arena
Zuschauer: ca. 100

Obwohl die MBÖ-Arena zu Hillerse schon länger auf unserer Agenda stand, präsentierte sie sich heute als klassische Notlösung. Am Vorabend spielte unsere Eintracht nämlich in Gladbach, was eigentlich mit 1-2 netten Kreuzchen im Rheinland verbunden werden sollte. André wollte aber nach dem Spiel direkt wieder gen Heimat, woraufhin Marci (eher weniger), Uwe und ich (eher mehr) zähneknirschend klein bei gaben. Wer verscherzt es sich schon freiwillig mit dem Vulkan von Wolfenbüttel?

Fussball schauen wollten wir natürlich trotzdem und so trafen sich Uwe und ich am Samstag um Viertel vor 12 vor seiner Haustür. Um unseren „Wanderlismus“ ist seit Robins Tagebucheintrag auf der abseits-Homepage ein wahrer Hype entstanden, was dazu führte, dass inzwischen nicht mehr nur mitgewandert werden wollte, sondern sich mit Naddi sogar schon der erste weibliche Fan outete, der uns mit Fahrrad begleiten und als „Servicemobil“ fungieren wollte. Hielten wir das zunächst noch für eine Idee aus der Bierlaune heraus, waren wir sowohl verblüfft als auch höchst erfreut, dass Naddi in Gladbach dann tatsächlich fragte, wann es denn losginge. Letztendlich wollte sie auf der Hansestraße dazustossen.

Dies klappte einwandfrei, kurz vor Walle erreichte sie uns auf dem Bike und holte aus der Kühltasche bestes Wolters. Unsere Wandertouren sind ja normalerweise keine Trinkveranstaltungen, da ich am Vortag aber Fahrer war und die Nacht recht kurz war, gewann der Durst über die selbstauferlegte Regel, aller-aller-frühestens zur Hälfte der Strecke ein Bierchen zu trinken und wir nahmen dankend an.

Und siehe da, Naddi verdiente sich in der Folge unseren absoluten Respekt, indem sie die restlichen 11 Kilometer fahrradschiebend mitging und das Tempo nicht ansatzweise verschleppte.

Obwohl die Zeit vorher etwas knapp bemessen war, waren wir nach 21 Kilometern ne gute Viertelstunde vor Anpfiff (16 Uhr) in der MBÖ-Arena, fanden einen traumhaften Sitzplatz auf der Terrasse auf Höhe der Mittellinie und orderten die erste Runde Bier.
Kurz darauf betraten die Teams den Platz und es wurde deutlich: Nicht nur mit dem Namen Arena wurde hier deutlich übertrieben. Zum Einlaufen „Hell´s Bells“ mag ja noch als versuchte Einschüchterung des Gegners durchgehen, dass kurz darauf die Champions-League-Hymne erklang, war dann aber doch etwas zu viel des Guten Zwinkernd

Der Tabellenvierzehnte aus Hillerse nahm das Heft gegen den 2 Punkte besseren Gast gleich in die Hand und kam durch den agilen Bruns gleich zu einer guten Chance, dummerweise war für ihn die Partie aber auch nach einer knappen Viertelstunde beendet - aufgrund einer Zerrung, wie später den örtlichen Gazetten zu entnehmen war. Der eingewechselte Penz fügte sich aber gut ins Team ein, was dazu führte, dass Hillerse weiterhin die überlegene Mannschaft war und zu 2, 3 Einschussmöglichkeiten, einmal davon ein schöner Kopfball ans Gehäuse, kam. Wie es im Fussball immer so ist, machste vorne die Dinger nicht rein, rächt es sich in der Regel. Das gilt in der Champions League genauso wie in der Betonliga und plötzlich zappelte das Spielgerät nach einem Kopfball von Horn im Netz von TSV-Schlussmann Prybil.

Die Hausherren ließen sich davon aber nicht schocken und spielten weiter ordentlich nach vorne. Und der Mut wurde belohnt. 4 Minuten vor dem Pausentee zahlte Penz das Vertrauen des Trainers eindrucksvoll zurück und spielte mit einem schönen Pass Sturmführer Ganski in Szene, der mühelos zum Ausgleich vollenden konnte.

In Hälfte zwei spielte weiterhin fast ausschließlich Hillerse, Calberlah suchte sein Heil im Konterfussball, blieb vom Erfolg aber durchweg verschont. Sinnbildlich dafür war eine Aktion in der Calberlah mit drei Mann aufs TSV-Tor zulief, der ballführende Arens nur quer legen muss, sich aber für eine Einzelaktion entscheidet, die kläglich endet.

Da auch Hillerse noch mal gefährlich vors Tor kam (Ganski per Kopf) kann Calberlah durchaus glücklich mit dem Punkt sein, und war es auch.

Wir tranken unser Bier aus, bevor wir die MBÖ-Arena verließen. Da die Anbindung von Hillerse an den Öffentlichen Personennahverkehr nur unter extremen Alkoholeinfluss als durchwachsen bezeichnet werden kann, blieb uns nichts anderes übrig als zu den bisher abgerissenen 21 Kilometern noch gut 5 hinzuzubuchen indem wir nach Ersehof gingen, von wo aus Naddi mit dem Radl gen Heimat aufbrach, Uwe und ich warteten auf den Bus, der uns innerhalb von 43 Minuten direkt zum Rathaus BS brachte.

Share
 

Kommentar hinzufügen

Ihr Name:
Titel:
Kommentar:
  Sicherheitscode zur Prüfung. Nur Kleinschreibung. Keine Leerzeichen.
Sicherheitscode-Prüfung: