1. FSV Mainz 05 - Eintracht Braunschweig 2:1 (1:0) 03.11.2013 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 13/14
Geschrieben von: Sonja D.   

1.Bundesliga
Stadion: Coface-Arena
Zuschauer: 28.007

Für die Fahrt zu den Mainzelmännchen gab es leider keine vernünftige Zugverbindung mit dem WE-Ticket. Bevor man vom Samstag-Ticket erfuhr beschlossen Nadi und ich uns mal daran zu wagen einen Neuner zu fahren. Nadi sollte die Truppe nach Mainz hinbringen und ich hatte mich für die Rücktour zur Verfügung gestellt zu. Als Mitfahrer boten wir zunächst den Leuten die Möglichkeit, bei denen wir auch schon mehrfach mitgereist waren. So setzte sich die Truppe aus Micha, Melli, Nele, Andi und Weißi zusammen. Da JB schon zuvor bei Melli und Nele um eine Mitfahrgelegenheit bat, gaben wir auch ihm die Möglichkeit sich uns anzuschließen. Kurzfristig kam nach einiger Diskussion auch noch Mellis Bruder hinzu. Glücklicherweise bot der Fiat Ducato, den wir Samstagfrüh bei Harms abholten, ausreichend Platz auf dem mittleren Platz der ersten Reihe, sodass man entspannt mit 9 Leuten fahren konnte. Der Großteil der Truppe traf sich bei Harms und da JB die versprochene Wolterskiste nicht dabei hatte, wurde ein kurzer Zwischenstopp beim Real eingelegt. Schon hier stellte sich heraus, dass das Einparken des Gefährts für Nadi gar kein Problem darstellte. Unterwegs auf der A7 sammelten wir an einer Tankstelle dann Familie Lawrenz/Weiß ein, die eine weitere Kiste dabei hatten, welche allerdings lediglich als Tauschobjekt gegen Mannheimer KE gedacht war. Wie niedlich, als wenn irgendwer wirklich geglaubt hätte, dass die Kiste nach Mannheim geht ;-)

Die Fahrt verlief super. Nadi hatte, nachdem die Kasseler Berge hinter uns lagen, richtig Spaß am Fahren und wir kamen ohne Stau gut voran. Micha hatte extra für diese Tour eine CD mit den neuesten freundlichen Grüßen eines bekannten Volksmusikers eingepackt, doch das Hightech-Fahrzeug bot keinen CD-Player, dafür jedoch einen USB-Anschluss. Dafür bin ich morgens noch fix nach Hause geeilt, um den Stick aus meinen Auto auszuleihen. Leider war die Benutzung des Autoradios mit einem 16GB-Stick nicht so einfach wie bei meinem Auto und so musste man von Lied zu Lied weiterklicken. Als erster Ordner wurde Rock angewählt und ich musste mich über X-Mas, 90er, Atzen und viele andere zum Ordner Fußball durchklicken um die Fußballstimmung musikalisch zu untermalen. Etwas chaotisch wurde dann nur der Anfahrtsverkehr in Mainz, aber mit kleinem Umweg fanden wir den Busparkplatz, für den uns Koppelmann die Info gab, dass man dort ebenfalls mit Kleinbussen parken dürfte. Ist doch auch großartig, dass man eine nigelnagelneue Arena auf das Feld stellt, aber keinerlei Parkplätze anbieten kann, da die umliegenden Bauern nicht bereit sind ihre Felder zu verkaufen! Wobei ich die Einstellung der Bauern ja generell völlig in Ordnung finde. Die letzte Wegansage der Ordner war, „fahren sie dort zum ‚Käfig‘ und die Kollegen öffnen Ihnen das Tor um sie hineinzulassen“. Zwar gegen eine Gebühr von 10€, aber die ist bei 9 Personen ja zu verschmerzen. Und es handelte sich wirklich um einen Käfig, in dem nur die Braunschweiger Busse parken durften und neben Toiletten lediglich der Stadioneingang vorzufinden war. Nach kurzer Diskussion wurden zumindest die Mannheimer zu uns hinein gelassen. Es wurden (als logische Konsequenz) nur wenige Wolters gegen KE getauscht und beschlossen, das Tauschgeschäft ein anderes Mal durchzuführen.

Die Einlasskontrollen waren gründlich und so musste ich leider meinen neu erworbenen Ballerbus-Aufkleber weggeben, im Gegensatz zum Spiel in WOB, bekam ich ihn nicht nach Abpfiff zurück :-( Im Block gesellten wir uns zu Giovanne und der Society und verfolgten das Spiel. Nach dem 2:3 gegen Schalke eine Woche zuvor und der letzten 5 erfolglosen Spiele der Gastgeber, waren die Hoffnungen groß, die nächsten Auswärtspunkte einsacken zu können. Aber Okazaki holte uns schon nach 8 Minuten Spielzeit auf den Boden der Tatsachen zurück. Das, was ich vom Spiel erblicken konnte, war mit der Leistung der letzten zwei Spiele nicht mal annähernd zu vergleichen. Trotzdem lieferten die knapp 2000 mitgereisten einen durchgängigen Support. Von den heimischen Zuschauern gab es ausschließlich Klatschpappensupport, mitunter auch im Rhythmus unserer Lieder *unglaublich*

Die Halbzeitpause wurde genutzt um die Kehlen zu befeuchten. Die zweite Halbzeit begann kaum unverändert und in der 68. Minute, als der Gästeblock die Meisterschaft von 1967 besang, war es wieder der Japaner der das Leder einnetzte. Damit war die Sache für uns gegessen und man probte bis zum Abpfiff für das anstehende Derby. Die Mannschaft wurde trotzdem für ihre Leistung mit Applaus und Gesängen belohnt, auch wenn man ihnen ansehen konnte, dass ihnen das Ergebnis überhaupt nicht zusagte.

Nachdem die ganze Truppe wieder am Bus versammelt war und die ersten Reisebusse den Käfig verließen, wollten auch wir losstarten. Ich stellte meinen Sitz ein, machte mich kurz mit dem Fahrzeug vertraut und wollte losfahren. Melli bestätigte, dass ich freie Fahrt hätte, dabei wäre ich noch fast mit einem Reisebus kollidiert. Der Busfahrer hat mich dann netterweise vorgelassen und die Rückreise konnte losgehen. Dieses Mal musste sich Nadi durch den USB-Stick klicken um die Mitfahrer davon abzuhalten selber zu singen. Das Anfahren gestaltete sich zunächst als schwierig, aber Übung macht ja bekanntlich den Meister und die Rückfahrt lief alles in allem recht entspannt. Auf den letzten Kilometern nervte der Regen zwar etwas, aber auch dieser hatte sich bis zur Ankunft in der Heimat wieder gelegt. Die drei von der Tankstelle wurden am Pendlerparkplatz wieder ausgesetzt und der Rest der Truppe teilte sich an der Aral Hamburger Str. in die jeweiligen Heimatrichtungen.

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