Hamburg Freezers - Düsseldorfer EG 3:0 (1:0, 1:0, 1:0) 15.11.2013 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Andere Sportarten
Geschrieben von: Sascha   

Liga: Deutsche Eishockey-Liga (DEL)
Stadion: O2 World Hamburg
Zuschauer: 6.557

Beim letzten Besuch (Konzert von Iron Maiden) in der O2 World kam ich schnell zu dem Entschluß mir in dieser herrlichen Halle mal einem Eishockeyspiel anzusehen. Es bedurfte zwar einer längeren Anlaufzeit von knapp 2½ Jahren, aber das bundesligafreie Wochenende und die Tatsache, daß die DEG in der Hansestadt als Gast auflief, ließ mir meine Entscheidung mehr als einfach fallen. Neben Andrea konnte ich Heinz als weiteren Mitstreiter gewinnen und so starteten wir mit dem neuen „Giovanne-Mobil VIIˮ direkt nach Arbeitsende unsere Reise gen Norden.

Bis auf den üblichen Stau am Elbtunnel verlief die Fahrt aber ruhig und entspannt, das Navi lotse uns um den zähfließenden Verkehr aber weitestgehend herum und so erreichten wir den Volkspark recht frühzeitig. Folglich hatten wir noch genügen Spielraum um das Hungergefühl zu befriedigen und so aus dem reichhaltigen Catering-Angebot in der O2 World zu schöpfen. Schweren Herzens musste ich als Fahrer allerdings die Cocktailbar meiden, dafür deckten sich Andrea und Heinz während des Spiels mit reichlich Jäger-Cola ein.

Eigentlich hatten wir hervorragende Plätze, leider erlebte ich mit Andrea aber ein kleines Déjà-Vu. Als wir damals das Derby zwischen den Haien und der DEG besuchten, hatten sich neben uns die drei Oberdeppen aus Köln platziert, gegenwärtig waren es jene aus Hamburg. Obwohl ich eines dieser Individuen in Schutz nehmen muss, da es wirklich nur wegen des Spiels hier war und sich mehr auf das Treiben auf dem Eis konzentrierte und sich nicht mit uns beschäftigte. Die anderen beiden Krachlatten nervten uns dagegen permanent mit den immer gleichen abgedroschenen Sticheleien und Provokationen, unterhielten sich lautstark über ihre Sexabenteuer, schlürften unentwegt ihre Bierchen genüsslich durch einen Strohhalm und hatten von Eishockey soviel Ahnung wie der Papst vom Geschlechtsverkehr. Abseits; Hoher Stock; Wechselfehler, alles Fremdwörter für die beiden Blitzbirnen. Selbst ihrem eishockeyorientierten Kameraden wurde es irgendwann zu bunt und er setzte sich Mitte des zweiten Drittels eine Reihe weiter nach unten, weil die beiden anderen Schwachmaten kontinuierlich geistigen Dünnschiß von sich absonderten.

Als ob dies nicht schon genug gewesen wäre, musste die DEG zu allem Überdruß mal wieder die Ausfälle von mehreren Stammkräften kompensieren. Diesmal fehlten mit Colin Long, Ken-Andre Olimb und Justin Bostrom die gefährlichsten Angreifer des achtmaligen Meisters sowie Nationalspieler Bernhard Ebner in der Verteidigung. Dies machte sich auch schnell bemerkbar, denn zu viele Fehlpässe, ein schwaches Powerplay und ungefährliche Angriffe waren das Resultat des seit Saisonbeginn mit Verletzungspech heimgesuchten Teams. Wenn dann doch einmal etwas gelang, war entweder der Pfosten im Wege oder der starke Hamburger Keeper Dimitrij Kotschnew. Glücklicherweise erwischte zumindest Stefan Ridderwall einen annähernd guten Tag und sorgte mit einigen Glanzparaden dafür, daß die Niederlage der DEG nicht allzu hoch ausfiel. Obwohl es im ersten Drittel noch einigermaßen ausgeglichen ablief, konnten die Düsseldorfer mit zunehmender Spielzeit dem souveränen Auftritt der Freezers nichts entgegensetzten. Dennoch fieberte ich bis zum Schluß mit, die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zu letzt. Aber wie aus den oberen Zeilen bereits zu vernehmen ist, konnten die Rot-gelben die drohende Niederlage nicht abwenden und verloren ihr sechstes Spiel in Folge. Wir erhoben uns nach Spielende trotz allem respektvoll von unseren Sitzen und applaudierten der mit Abstand jüngsten (Ø-Alter: 23,2 Jahre) aber auch unerfahrensten Truppe der DEL. Leider wollten uns die zwei Hohlköpfe nun ein Gespräch aufzwingen, daß wir aber mit Ignoranz elegant abwehren konnten. Ein geistiges Duell hätten die zwei eh nicht überstanden, waren sie doch komplett unbewaffnet. Also ließen wir die Ulknudeln im Irrglauben, daß sie es uns mal so richtig gezeigt hätten.

Nach einem kurzen Abstecher in die Cocktailbar machten wir uns schließlich auf den Rückweg nach Braunschweig. Allmählich machte sich bei mir aber die Müdigkeit bemerkbar, sodaß zum Ende der Fahrt des Öfteren eine Pause eingelegt werden musste. Die letzten Meter quälte ich uns dann doch irgendwie nach Hause, wo ich völlig erschöpft im Bett versank.

Alles in allem war es aber dennoch – mal abgesehen vom Endergebnis – ein gelungener Ausflug. Alleine die Tatsache, mal wieder einem Hockeymatch beigewohnt zu haben, war ein herrliches Gefühl. Dazu noch in der vermeintlich schönsten Eishockeyhalle Deutschlands.

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Kommentare (1)
vermutlich schönste Eishockeyhalle Deutschlands....
1 Montag, den 02. Dezember 2013 um 23:58 Uhr
Rauti
....darüber muss aber nochmal diskutiert werden ;-)

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