SV Werder Bremen - Eintracht Braunschweig 0:0 (0:0) 26.01.2014 Drucken E-Mail
Berichte - Saison 13/14
Geschrieben von: Sonja D.   

1.Bundesliga
Stadion: Weser-Stadion
Zuschauer: 41.040

Wenn zum ersten Mal im Jahr am Sonntagmorgen um 6:30 Uhr der Wecker klingelt, dann weißt Du, die Winterpause hat ein Ende. Man quält sich aus dem Bett und als erste Handlung des Tages wird ein Taxi vorbestellt. Dies war notwendig da der ÖPNV in Braunschweig an einem Sonntag vor 9 Uhr die reinste Katastrophe ist. Aber die Kosten konnten wir uns immerhin mit Pauli teilen, der vor dem gleichen Problem stand und kamen so rechtzeitig zum vereinbarten Zug am Bahnhof an. Keiner der Anwesenden konnte mehr so richtig nachvollziehen, warum ausgerechnet diese extrem frühe Verbindung gewählt wurde. Am Bahnhof trafen wir auf Wilmi, kurze Zeit später war die Reisegruppe mit Kiki und Hannah komplett. Im Zug dann rasch Vierersitze okkupiert und plötzlich fiel es uns wie Schuppen von den Augen: Effi wollte diese frühe Reiseroute, wird jedoch selbst nicht anwesend sein, was er uns kurz darauf bestätigte *grummel*

In Bremen angekommen war das erste Ziel Heinzi zu finden und uns von ihm die Bremer Kneipenszene zeigen zu lassen. Mit einem lautstarken „Wir haben euch was mitgebracht…!“ (auch wenn dies heute nicht ganz zutraf…) wurde Heinzi standesgemäß begrüßt, was ihm vor seiner Begleitung ein wenig unangenehm schien. Gemeinsam suchten wir zunächst eine Straßenbahn auf und wollten in die Nähe des Stadions zur weiteren Aufnahme einiger Gerstenkaltschalen. Der Weg führte uns natürlich in die Hamburger Straße, dort waren zwei Eckkneipen gegenüber voneinander. Wir wählten eine davon aus und beim Betreten lief uns der Hagedorn in die Arme. Drinnen waren alle Plätze reserviert, aber uns wurde angeboten im verglasten Außenbereich Platz zu nehmen. Dank Heizstrahler und bereit gelegter Decken waren diese Plätze annehmbar und die erste Runde erträgliches Haake Beck konnte kommen. Fantrennung gab es hier nicht ansatzweise, aber wie in vielen anderen Bundesligastädten auch, wurde dies hier nicht zum Problem. Das Operettenpublikum stört sich eben nicht an gegnerischen Fans…Als die Pöbelfraktion am Tisch neben uns den einen Heizstrahler versehentlich ausgemacht hat, wurde es merklich kühler und wir wunderten uns dass der Heizstrahler über uns nicht an war, der am Nebentisch jedoch schon. Also wurde Hannah gebeten, den Strom für unseren Heizstrahler einzuschalten, dabei ging jedoch der Beamer aus, auf dem gerade Fußball lief. Also rasch den Schalter wieder umgelegt, auch wenn uns die Verbindung zwischen dem Schalter und dem Beamer nicht so recht deutlich wurde. Unterhaltungsprogramm gab es ebenfalls auf der anderen Straßenseite bei der Kneipe gegen die wir uns zuvor entschieden hatten. Das wiederholte Streuen des verschneiten Weges für den „Besucherandrang“ wurde genauso abgefeiert, wie die paar potentiellen Gäste, die dann aber doch nix bei ihm kauften. Selbst das Bier, naja Becks, wurde erst viel später heran gekarrt, aber das ergab Sinn: Erst den Weg frei machen, damit dem Bier ja nix passiert ;-)
Kurz vor Anpfiff machten wir uns auf den Weg zum Gästeblock, der Eingang war jedoch komplett überfüllt und das Personal scheinbar völlig überfordert. Trotzdem kamen wir noch gerade so vor Anpfiff in den Block. Wir bahnten uns den Weg bis nach oben unter das Dach. Damit standen wir direkt über Cattiva und Umfeld, von denen zu Beginn ein wenig gelber und blauer Rauch mit ein paar Fackeln gezündet wurden. Von dort aus hatte man einen guten Blick auf das Spielfeld, es zog hier jedoch wie Hechtsuppe. Das wir am Vortag noch dachten auf dem Brocken wäre es kalt und im Flachland würde es sicher angenehmer werden, stellte sich hier schnell als Trugschluss heraus. In der Halbzeitpause wurde das Spielfeld von einer feinen Schneedecke überzogen und der Spielball musste zu Beginn der zweiten Hälfte ausgetauscht werden. Zum Spiel gibt es wirklich nicht viel zu sagen, beide Teams hatten bei dem torlosen Remis bei widrigen Wetterverhältnissen ihre Chancen. Die Punkteteilung geht in somit Ordnung, ein Treffer der Fischköppe nach knapp einer Stunde Spielzeit wurde wegen einer falschen Abseitsentscheidung zum Glück nicht gegeben. Nielsen, der zum ersten Mal in der Startelf stand, zeigte gute Ansätze und gibt Hoffnung für die Rückrunde. Immerhin ein weiterer Punkt auf dem Weg zum Klassenerhalt bleibt als Fazit des Tages zu ziehen.
Völlig durchgefroren wollten wir nur noch so schnell wie möglich irgendwo hin, wo die Körper auftauen können. Am besten in Bahnhofsnähe um schnell in die Heimat zu gelangen. Wir trafen uns alle an der vereinbarten Litfaßsäule. Alle? Nein, Heinzi fehlte weit und breit. Wir diskutierten also ob Heinzi noch erscheinen würde oder nicht, ob man nun warten sollte oder nicht, bis der Zaun zum Gästeeingang verschlossen wurde und diejenigen Recht behalten sollten, die gegen Heinzis auftauchen gewettet haben. Immerhin hatte er eh vor, den Sonderzug für die Heimreise zu nutzen. Aber lieber so, als jemanden zurück zu lassen. Bevor wir uns nun auf den Weg zum Bahnhof machen konnten, lief uns jedoch ein bekannter Waldhöfer in die Arme, der sehr tief ins Glas geschaut haben musste und weder gerade stehen konnte noch wusste wo er nun hin muss um nach Hause zu gelangen. Also haben wir uns seiner angenommen und ihn bei seiner Liebsten abgeliefert, damit er die Heimreise antreten kann. Alternativ hätten wir ihn mit zum Bahnhof genommen, alleine konnte man ihn heute jedenfalls nicht mehr lassen ;-) Durch diese Aktion hat sich unsere Reisegruppe aufgeteilt, aber wir fanden an bekannter Kneipe wieder zueinander und weiter ging es dann mit der Straßenbahn. Auf die direkte Bahn zum Bahnhof hätte wir fast eine halbe Stunde warten müssen, also haben wir eine kleine Stadtrundfahrt gemacht. So waren wir immerhin im Warmen und kamen insgesamt eher am Bahnhof an, als wenn wir gewartet hätten. Am Bahnhof angekommen haben wir uns noch mit „Fast“ Food versorgt, allerdings traf diese Bezeichnung auf eine Bestellung nicht zu und wir kamen nur knapp zum Zug, der schon völlig überfüllt war. Zum Glück aber nicht nur mit Braunschweigern, sodass nach einigen Stationen Sitzplätze für uns frei wurden. In Hannoi mussten wir beim Umsteigen nicht einmal das Gleis verlassen und eine Dreiviertelstunde später hatten wir wieder heimischen Boden unter den Füßen. Zu viert ging es im Taxi (noch einmal geht der Dank an den Braunschweiger Verkehrs-AG :-( ) nach Hause, am nächsten Tag mussten wir schließlich wieder früh aufstehen.

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