1. FC Nürnberg - Eintracht Braunschweig 2:1 (0:1) 22.02.2014 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 13/14
Geschrieben von: Sonja D.   

1.Bundesliga
Stadion: Grundig-Stadion
Zuschauer: 36.657

Ich kann immer noch nicht ganz fassen, was da passiert ist! Dieses Spiel strapazierte die Nerven eines jeden blau-gelben Anhängers auf das Äußerste! Aber von vorne: Am 22. Spieltag ging es zum 16ten der Tabelle nach Nürnberg. Mit einem Sieg hätten wir zwei Punkte an den Club heran kommen können. Mit Adi als Fahrer ging es für uns ganz entspannt gegen 9 Uhr in BS los. Nur ein kurzer Stau vor Halle, ansonsten hatten wir freie Fahrt. So kamen wir bereits eineinhalb Stunden vor Anpfiff in Nürnberg an. Für schlanke 3€ parkten wir zwischen Stadion und Messegelände und machten uns auf den Weg zum Ground. Wieder keinerlei Fantrennung, aber das sind wir ja aus der ersten Liga bereits gewöhnt und wieder gab es auch keine Probleme. Das Frankenstadion, bei dem der vordere Namensteil seit 2006 leider durch Sponsorennamen ersetzt wird, ist ein schönes, altes Stadion. Es hat einen netten Flair, keine Netze vor dem Gästeblock und gute Sicht. Nur bei feuchterem Wetter dürfte es in den meisten Blöcken eher unangenehm werden. Aber der Regen blieb uns heute zum Glück erspart. Während wir im Block auf den Anpfiff warteten wurde das erste Kaltgetränk des Tages zu uns genommen, immerhin war auch hier wieder Barzahlung möglich und Vollbier erhältlich.

In der Startelf gab es zum Sieg gegen die Dinos einige Veränderungen. Für den verletzten Davari bekam Petkovic wieder die Chance sich zu beweisen. Dazu fehlte der gelb gesperrte Bellarabi heute, ebenso wie der verletzte Elabdellaoui, dafür standen Kumba und Pfitze von Beginn an im Kader. Die Löwen kamen gut ins Spiel und die Gastgeber konnten nur schwer dagegen halten. Nürnberg hatte zwar mehr Ballbesitz, aber gefährliche Torchancen konnte nur die Eintracht erzielen, doch leider nicht nutzen. Nach einer guten halben Stunde stoppte Nürnbergs Nilsson unseren Nielsen und sah folgerichtig die rote Karte. Also noch fast 60 Minuten in Überzahl und keine zwei Minuten später konnte Kumbela zur Führung einnicken. Was sollte bei dieser Konstellation noch passieren? Die Nürnberger waren nach der gegnerischen Führung nur noch verunsicherter. So kam der Keeper bei Kumbelas Angriff raus und Kumbela stürzte, Konsequenz: Gelbe Karte und Elfmeter. Doch statt Freude darüber machte sich eher Unsicherheit im Block bemerkbar, mit Elfern haben wir doch schon immer unsere Probleme...Dies sollte sich in dieser Situation leider wieder einmal bewahrheiten. Der Gefoulte schoss selber und der Ball blieb beim Torwart hängen. Aber wir sind es ja nicht anders gewohnt von unseren Löwen! Dennoch wäre die 2:0-Führung mehr als verdient und kurz vor der Halbzeitpause ein aussagekräftiges Statement an die Hausherren gewesen. Als ich noch nicht ganz realisiert hatte, dass das Spiel wieder angepfiffen wurde, sah und hörte ich schon die Gastgeber jubeln. Die Löwen haben scheinbar gepennt und die Nürnberger eine Torchance gelassen, welche diese eiskalt ausgenutzt haben. ‚Verdammt, hätten wir den Elfer reingemacht würden wir jetzt immer noch führen‘, war der nächste Gedanke. Doch dieser wurde von erneutem Torjubel des Gegners unterbrochen, denn auch der zweite Angriff nach Wiederanpfiff landete im Tor. Damit hatten die Gastgeber in Unterzahl das Spiel innerhalb von zwei Minuten gedreht!!! *kopfschüttel* Überall im Block sah man in fassungslose Gesichter. Die Jungs auf dem Platz konnten sich nach kurzer Zeit wieder fangen und versuchten noch das Beste aus dem heutigen Spiel herauszuholen. Doch bei den vielen Torchancen fehlte wie so oft leider das letzte Quäntchen Glück und keiner landete im Kasten. Nach einer halben Stunde war es wieder Nielsen der gefoult zu Boden ging und erneut zeigte der Schiri auf den Elfmeterpunkt. Während Fans anderer Mannschaften sich in solchen Momenten für den Torjubel bereit machen, da statistisch ja die meisten Elfmeterschüsse auch zu einem Tor führen, war vielen von uns klar, dass die Chancen wieder schlecht stehen. Im Block wurde Pfitze als Schütze gefordert, Bicakcic war jedoch der Ausführende und führte den Ball direkt in die Arme des gegnerischen Keepers. Die verpatzten Elfer schienen den Nürnbergern Kraft zu geben und sie wurden offensiver. Reichel konnte Pekhart im eigenen Strafraum nur noch mit einem Foul stoppen und wieder einmal zeigte der Unparteiische auf den Elfmeterpunkt, dieses Mal jedoch vor unserem Tor. Unglaublich, aber wahr: Auch dieser Ball konnte nicht im Netz landen, sondern wurde von Petko an den Pfosten gelenkt und prallte ins Feld zurück. Dass die Löwen noch immer in Überzahl spielten, konnte man dem Spiel leider nicht entnehmen. Eher schien es so, als wenn das Verhältnis zu Gunsten der Nürnberger stehen würde. Eintracht gelang nicht mehr viel und am Ende standen wir als Verlierer fest! An die Leistung der ersten Halbzeit konnte nicht einmal mehr annähernd angeknüpft werden.

Was für ein kurioses Spiel. Drei Elfmeter, die alle drei nicht ins Tor gingen, dazu zwei Tore in zwei Minuten, die das gesamte Spiel gedreht haben. Und trotz einer starken ersten Halbzeit wieder nichts Verwertbares für die Eintracht. Das musste erst einmal verdaut werden. Die Rückfahrt verbrachte ich den größtenteils im Schlaf und Adi setzte uns noch am selben Tag wieder vor der Haustür ab. Selten war man so früh nach einer Auswärtsfahrt zu Hause und selten hatte man solch ein bedrückendes Gefühl der Enttäuschung in sich…

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