Lüneburger SK - Eintracht Braunschweig II 2:2 (2:1) 27.07.2014 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 14/15
Geschrieben von: Sonja D.   

Regionalliga Nord
Stadion: Heinrich-Langeloh-Platz, Bardowick
Zuschauer: ca. 1.000

Die WM lag erfolgreich hinter uns, genauso wie auch die letzte Hochzeit für dieses Jahr. Das bedeutete zugleich: Das Ende der Sommerpause ist nah. Zudem hatte Micha Geburtstag und was kann es da schöneres geben, als einen Pflichtspielsieg auf neuem Ground und den Start in die neue Fußballsaison? Da die erste Mannschaft sich noch eine Woche länger vorbereiten darf, ging es also an diesem Sonntag zum ersten Saisonspiel der Junglöwen nach Lüneburg. Oder besser gesagt ins benachbarte Bardowick, wo der LSK seit dieser Saison seine Heimspiele austrägt, während das traditionsreiche Stadion Wilschenbruch abgerissen wird. Aufgrund der Hochzeitsfeierlichkeiten am Vortag hat sich keiner das Führen eines Fahrzeuges zugetraut und daher wurde der ÖPNV in Anspruch genommen. Mit Koppelmann und Denise wurde die Fahrt geplant, spontan entschied sich auch Udo noch dazu uns zu begleiten und im Zug gesellte sich auch Andi dazu. So ging es gegen 11 Uhr am Bahnhof los in Richtung Uelzen. Hier gab es die ersten Konterbiere und Robin brachte Stimmung in den gesamten Zug.Es wurde sich eine Sitzreihe weiter, zur Robins Freude, sehr positiv über das Boykott-Shirt unterhalten, was er gebührend abfeierte.

Während er gerade diabolische Pläne zur Vernichtung von RB schmiedete, lies er sich zur allgemeinen Belustigung von einem Reh im Wald ablenken “Oh ein Reh, wie süß“  Lachend Davon gab es im Verlaufe des Tages noch mehrere, also sowohl von den Rehen als auch von Koppelmanns genialen Kommentaren. Nachdem wir also an den schönen Feldern und Wiesen zwischen Gifhorn und Uelzen vorbei waren, hieß es ab jetzt alkoholfrei im Metronom zu reisen. Zumindest für alle außer Robin, der sein „Hubba Bubba“-Getränk in einer Cola-Flasche dabei hatte und sich damit vergnügte. Es war zum Glück nicht mehr lang bis wir den Bahnhof Lüneburg erreichten. Hier gab es den ersten neuen „Ground“ für Udo: Der folgende Metronom fuhr nämlich am Bahnsteig West ab, ein zusätzliches Gleis auf der anderen Straßenseite, von dem Udo schon immer mal abfahren wollte. Von hier sollten fünf Minuten Fahrt nach Bardowick (ja, das kleine Örtchen hat tatsächlich einen eigenen Bahnhof!!!) folgen, auf der unser Zug aber die meiste Zeit im Stadtpark stand und auf was auch immer wartete.

In Bardowick folgte ein Marsch von fast 3 Kilometern zum Sportplatz. Unterwegs kamen wir an einer „Muschel-Schänke“ (genialer Begriff, den ich vor Kurzem gelernt habe) vorbei und besorgten Wegbiere oder andere alkoholische Leckereien. Auf den drei Kilometern gab es einiges zu sehen, wir folgten teilweise dem „historischen Rundgang“ (der unter anderem sowohl zum Dom als auch zur Domschänke geführt hätte, dafür war jedoch keine Zeit) und kamen an schönen Gärten vorbei (Zitat „Das ist so schön, da müsste man mal draufpinkeln“). Wir begutachteten die Innenstadt Bardowicks und ihre ausgefeilten Geschäftsideen. So ist dort ein Bestattungsunternehmen direkt neben einer Selbsthilfegruppe beheimatet, wenn das eine nicht hilft, nimmt man eben das andere, oder wie soll das zu verstehen sein? Die Beschilderung in diesem kleinen Örtchen war auch wenig zielführend. Immer wieder wurden wir damit konfrontiert, dass es noch 4km bis Adendorf seien. Wahrscheinlich würden wir immer noch laufen, wenn wir nach Adendorf gewollt hätten und es wären von überall aus noch 4km dorthin Zwinkernd Es hat sogar ein Auto mit Berliner Kennzeichen angehalten und meinte, er würde die Braunschweiger Fans gerne zum Sportplatz mitnehmen, allerdings hätten wir nicht alle in sein Auto gepasst und gingen weiter zu Fuß. Am Sportplatz angekommen, gab es einen gesonderten Gästeeingang, zu dem wir geleitet wurden. Prinzipiell bleibt jedoch positiv zu erwähnen, dass bis dato keine Polizei zu sehen war, lediglich während des Spiels lief solch ein Verwirrter am Platz entlang. Also Karten besorgt und rein in den Gästeblock, doch wo bleibt Koppelmann? Aufgrund gefährlicher Stich- und Schlagwaffen in seiner Tasche (Kugelschreiber und eine Fahrradlampe) musste er diese erst abgeben, bevor er den Block betreten durfte, woraufhin ich ihm ganz triumphierend meinen Kugelschreiber präsentierte, der den Weg ins Stadion problemlos gefunden hat! Das Lüneburger Pilsener, welches dort ausgeschenkt wurde, war entgegen aller Warnungen doch ganz gut trinkbar, dafür war das Essen nicht wirklich empfehlenswert. Die Sicht auf das Spielfeld wurde von einem an den Wellenbrechern befestigtem Bauzaun eingeschränkt, scheiß DFL!!

Lüneburger SK 2014

Das Spiel begann nicht so toll für die Gäste, denn sie gerieten bereits in der 6.Minute in Rückstand. Geschlagen gab man sich davon aber nicht und kurze Zeit später konnte der Ausgleich erzielt werden. Kurz vor der Halbzeitpause stellten die Löwen den Beweis dar, dass sie der ersten Mannschaft in nichts nachstehen und sich das Problem mit den Elfmetern scheinbar bei allen blau-gelben Löwen manifestiert hat. Der abgewehrte Elfmeter gab den Hausherren Aufwind und sie konnten in der Nachspielzeit der ersten HZ noch ein Tor erzielen. Noch vor der HZ-Pause kam eine Mitarbeiterin des örtlichen Fanshops in unserem Block, leicht verunsichert stellte sie die Frage „Ihr seid doch alle nett, oder?“ und versucht ihre LSK-Schlüsselanhänger an den Mann zu bringen. Auf die Frage, was wir denn gerne hätten, konterte Udo bloß „Ich möchte das haben, was der geraucht hat“ und zeigte auf ein Werbefoto aus dem Stadionheft, mit der Abbildung eines sehr entspannt ausschauenden Schülers. Robin, immernoch erbost über das Verhalten des Ordnungsdienstes am Eingang, fragte, ob sie denn auch Wurfgeschosse oder Kugelschreiber dabei hätte, so etwas würde er nehmen. Sie verneinte leider desselbigen, schlug aber eine Klatschhand aus Plastik vor, die sie Robin versprach, jedoch niemals zu ihm brachte. Lange Zeit passierte in der zweiten HZ wenig, erst kurz vor Ende hatten beide Mannschaften ihre Chancen. Aber nur unsere Löwen konnten in der Nachspielzeit noch einmal einnetzen und so immerhin einen Punkt mit nach Hause nehmen. Michas Geburtstagswunsch wurde zwar nicht erfüllt, aber immerhin starteten die Löwen nicht mit einer Niederlage in die neue Saison.

Mit dem Schlusspfiff machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof, schließlich hatten wir nicht viel Zeit bis zur Abfahrt des ersten Zuges, den wir unbedingt bekommen wollten. Nur Koppelmann hing etwas hinterher und so konnten wir ihn nicht daran erinnern, wo er gerne noch überall hingepinkelt hätte (es hat doch tatsächlich jemand gewagt sein Auto mit dem Kennzeichen LG-H 9x9x [die entsprechenden Zahlen wurden zur Wahrung des guten Geschmacks durch x ersetzt] auf den Parkplatz zu stellen). Gerne hätte man sich unterwegs mit Getränken eingedeckt, aber das Erreichen des Bahnhofes war den meisten wichtiger. Nur einer musste aus der Rolle fallen und sich einen Döner holen, schaffte es aber dennoch gerade so pünktlich zum Zug, was für ein Glückspilz. Dieses Mal ging es nicht nach Lüneburg, sondern erst in die andere Richtung nach Winsen, um dort in einen weiteren Metronom (über Lüneburg) nach Uelzen einzusteigen. Hier verließen wir auch Bock, der noch weiter in diesem Metronom verweilen wollte, uns aber zuvor beim Warten auf den Zug noch seine letzte Wolters-Kanne gespendet hat. In Winsen hatten wir ein wenig Aufenthalt und so ging auch der Rest der Reisegruppe dem Hunger nach und okkupierte die örtliche Döner-Butze. „Mit alles und scharf“ stellte sich hier als wirklich scharf in Form von großzügig verteilten Chiliflocken heraus und so wurde der Hunger zwar gestillt, der Durst jedoch immer schlimmer. Aber lecker war es Cool Ab Uelzen hatten wir wieder ganz gute Plätze zusammen und konnten endlich die in Winsen zugelegten Biere trinken. Oder auch den Wein, wenn der gute Herr nicht zu müde gewesen wäre. Wieder einmal stellten wir fest, dass solche Auswärtsfahrten ja immer ganz nett sind, wenn da nicht die Rückfahrt wäre…

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