St. Pauli - Eintracht Braunschweig 1:0 (1:0) 23.09.2014 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 14/15
Geschrieben von: Sonja D.   

2. Bundesliga
Stadion: Millerntor-Stadion
Zuschauer: 27.013

Auch in der aktuellen Saison musste unsere Eintracht wieder einmal nach Hamburg anreisen. Aufgrund der nicht ausreichenden Leistung der Fürther in der Relegation, dieses Mal jedoch wieder nur zum Millerntor. In den letzten Jahren hat diese Begegnung zu einigen erinnerungswürdigen Wochenenden in der Hafenstadt geführt, doch dieses Mal machte uns die DFL einen Strich durch die Rechnung und legte das Spiel in eine englische Woche auf Dienstag 17:30 Uhr. Ich musste meinen geplanten Sommerurlaub wegen des Studiums mehrfach verschieben und legte ihn also vorausschauend auf diese Woche und plante somit fest ein, das Spiel mitzunehmen. Micha nahm sich auch Urlaub, jedoch nur unter der Bedingung, dass ich fahren würde, damit wir möglichst früh wieder in der Heimat sind und er am folgenden Tag arbeiten könne. Da witterte ich meine Chance endlich wieder der Veddeler Fischgaststätte einen Besuch abzustatten, da diese leider nur an Wochentagen geöffnet hat. Für Nadi war die Terminierung auch gut gelegen, da sie auf ihren freien Tag viel und mit Uwe komplettierte sich die Reisegruppe.

So starteten wir um 10 Uhr an diesem Tag und holten Uwe bei der Arbeit ab, da er sich nicht nehmen lassen wollte noch ein paar Stunden am frühen Morgen arbeiten zu gehen. Aufgrund der Staumeldungen für A2 und A7 verlegten wir die Reiseroute auf die B4 und legten den Weg nach Hamburg gemächlich hinter uns. Zur besten Mittagszeit, bei sonnigem Wetter, erreichten wir laut dem Navi das eingegebene Ziel. Rechts waren nur Garagen zu sehen und linke eine riesige Baustelle, also stellte ich das Auto erst einmal auf dem nächsten freien Parkplatz ab. Die Mitfahrer wurden nachvollziehbarer Weise immer skeptischer aufgrund der von mir gewählten Lokalität. Ich erinnerte mich daran, dass dieses Restaurant schon beim ersten Besuch nur schwer ausfindig gemacht werden konnte, doch da nun ein LKW den Blick auf den Eingang frei machte, fanden wir schnell den richtigen Weg. Drinnen war der Laden jedoch rappelvoll, die einzigen beiden freien Plätze waren mit „Reserviert“-Schildern belegt. Also erfragte ich beim Wirt das Vorhandensein eines freien Tisches für vier Personen und er schlug uns vor, vor der Tür ein wenig zu warten, bis etwas frei wird. Während wir draußen warteten, gesellten sich weitere wartende Gäste hinzu und man beschloss, dass es ja hier nicht so verkehrt sein kann, wenn auf einem Dienstag zur Mittagszeit die Leute Schlange stehen. Nach einer knappen Viertelstunde, in der wir immerhin Sonne tanken konnten, war endlich ein Tisch für uns frei. Mäkelkind Uwe bestellte nur eine Portion Pommes, während sich der Rest die zarten Fischnuggets mit Beilagen gönnte. Viel mehr wurde auf der kleinen Karte auch gar nicht angeboten, zwei, drei weitere Fischgerichte standen noch zur Auswahl. Doch wenn man das bisschen richtig gut macht, dann geht das Konzept einfach auf! Alle wurden satt und waren sehr zufrieden mit dem Essen und der gemütlichen Lokalität. Selbst Nadi und Micha hat der Fisch geschmeckt. Da wir die Plätze nicht zu lange belegen wollten, tranken wir unsere Getränke aus und fuhren zum Stadion.  Geplant war einen Parkplatz auf dem Heiligengeißfeld zu nehmen, aber wir konnten die Einfahrt nicht ausfindig machen. Nach einer kleinen Tour durch die Nebenstraßen, hinter dem vermutlich langsamsten Radfahrer aller Zeiten, fanden wir einen Parkplatz direkt an der Hauptstraße mit dem Gästeeingang. Der kleine gelbe (nicht erbsengrün!!!) Flitzer wurde abgestellt und zu Fuß begaben wir uns zum Hafen, unterwegs schloss sich Bock uns an und wir tranken gemütlich ein paar Gerstenkaltschalen und verfolgten amüsiert den Liveticker der Neuen Presse zum kleinen Derby bis zum Treffen mit Odin. Dieser war mit seinem Bruder nach HH gereist und kaufte uns die zu viel gekaufte Eintrittskarte ab. Im Vorfeld hieß es, dass die Tribüne mit dem Gästeblock bis zu dieser Partie bereits abgerissen sein sollte und wir nur wenige Karten auf der Haupttribüne bekommen werden. Leider machte das DfB-Pokal-Los St. Pauli – BVB uns einen Strich durch die Rechnung, das Spiel aus einer ganz neuen Perspektive zu sehen, denn der Abriss der Tribüne wurde bis zu dem anstehenden Pokalspiel herausgezögert. Dadurch gab es mehr Karten als erwartet und da man unter der Woche kein so tolles Reeperbahn-Wochenende aus dem Spiel machen konnte, war der Gästeblock nicht ausverkauft. Dennoch war es voll, die Getränkeversorgung im Stadion schien aussichtslos und daher suchten wir uns mit trockenen Kehlen einen Platz im Block. Zum Glück wird das Ding bald abgerissen, denn die schrägen Stufen sind dort immer wieder eine echte Zumutung!

Das letzte Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften in der zweiten Liga an einem Wochentag in Hamburg blieb mit einem 1:7 aus Braunschweiger Sicht leider in schmerzlicher Erinnerung. Heute hoffte man auf ein besseres Ergebnis, ein Unentschieden wäre durchaus akzeptabel. Schließlich war zu befürchteten, dass man genau der richtige Aufbaugegner gegen solch einen Verein sein könnte, der die letzten drei Spiele am Stück verloren und sich damit auf einen Abstiegsplatz begeben hatte. Lieberknecht setzte auf die gleiche Startelf, die vier Tage zuvor den Sieg  gegen Darmstadt einfahren konnte, doch bereits nach einer Viertelstunde ertönte nach einem Eckball der Gastgeber das nervige „Whoohooo“. Die Löwen hielten gut dagegen und konnten sich im weiteren Spielverlauf zwar noch die in oder andere Chance herausarbeiten, aber ein Tor gelang ihnen heute nicht mehr. Das Spiel in der zweiten Halbzeit war geprägt von Fehlpässen und Ballverlusten auf beiden Seiten und so endete das Spiel 0:1 aus Braunschweiger Sicht und wir machten uns enttäuscht auf die Heimreise. Ein Besuch der Amateure in BS wäre vielleicht interessanter gewesen…

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