Würzburger Kickers - Eintracht Braunschweig 0:1 (0:0) 29.10.2014 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 14/15
Geschrieben von: Sonja D.   

DfB-Pokal, 2.Runde
Stadion: Flyeralarm-Arena
Zuschauer: 11.240 (ausverkauft)

2014, zweite  Runde im DfB-Pokal. Die Losfee meinte es gut und hat den Braunschweigern einen Besuch bei den Würzburger Kickers beschert. (Fast) Alle sind dankbar für dieses Los, auch wenn der Besuch der „Flyeralarm“-Arena wegen nicht vorhandenem Flutlicht erst noch auf der Kippe steht. Schweinfurt wird als möglicher Ausweichort in Betracht gezogen und wäre für viele ebenfalls akzeptabel oder Nürnberg, was nun wirklich niemand will! Aber die Würzburger schaffen es noch das Flutlicht pünktlich fertigzustellen, denn aufgrund der Lage wären mobile Flutlichtmasten ebenfalls nicht möglich gewesen. So machten wir uns gegen Mittag auf den Weg, als Fahrer hat sich Mitch zur Verfügung gestellt und Uwe ist auch mit an Bord. Die Fahrt verläuft ohne besondere Vorkommnisse und Uwe bestellt bei den Trierern, die ein wenig früh in Würzburg eingetroffen sind, drei heimische Biere für uns.

Nach einer kurzen Stadtrundfahrt, auf der wie vergeblich die angekündigte Flyeralarm-Arena-Beschilderung gesucht haben, kamen wir am Stadion an. Dank Google Maps haben wir die korrekte Ausfahrt bei Schrägstrich…Schrägstrich…Schrägstrich...Schrägstrich…Schrägstrich finden können ;-)Hätte ich am Steuer gesessen, hätten wir jedoch nicht die Einfahrt auf den Parkplatz nehmen können. Denn wir sollten zwischen zwei großen Pflanzenkübeln oder Ähnlichem hindurch, was als kaum möglich erschien. Fragend schaute man den nebenstehenden Polizisten an, aber dies war wohl deren Ernst. Mitch bezwang jedoch die enge Einfahrt und wir konnten uns mit den Trierern treffen. Anstelle der bestellten drei Flaschen Bier, erwarteten uns die guten Jungs mit vier Sixpacks Würzburger Pilsener. So sehen in Trier also drei Flaschen Bier aus, muss man sich merken ;-) Der Einlass ging nur stetig voran und so stellten wir uns rechtzeitig an, um den Anpfiff im Stadion mitzuverfolgen. Nachdem wir den Fahrer und uns selbst mit Bratwurst im Brötchen zum Spezialpreis (Nimm 3, Zahl 1) versorgt hatten, suchten wir uns einen Platz im Gästeblock.

Vor dem Spiel war die Stimmung angespannt, Eintracht musste siegen um sich nicht zu blamieren. Die Hausherren konnten frei aufspielen, früher machte uns dies zum Pokalschreck für die großen Bundesligavereine. Und nach der Leistung beim Bremer SV, waren die Befürchtungen groß, dass Eintracht den Pokal mal wieder in der zweiten Runde verlässt. 76 Minuten musste der Braunschweiger Anhang zittern, bis endlich Nielsen den Ball einnetzte. Doch sicher war hier heute gar nichts, daher musste nachgelegt werden. Kaum einer hatte Lust durch Verlängerung und Elfmeterschießen später nach Hause zu kommen, von den gesundheitlichen Nebenwirkungen reden wir mal gar nicht. Und dann, als man die Minuten bis zum Schlusspfiff bereits hinunter zählte der Schock: Ein Schuss der Würzburger landet im Tor, Enttäuschung im Gästeblock. Die Löwen stehen schon wieder um den Mittelpunkt herum, zum Anstoß bereit. Doch plötzlich Diskussionen, scheinbar meldet der Linienrichter Abseits. Erleichterung im Gästeblock, Rudelbildung auf dem Platz. Nun ist unklar, ob das Tor zählt oder eben nicht, bis Gikiewicz den Abstoß ausführt. Kein Tor!! Jetzt „nur“ noch durchhalten. Die folgenden Minuten werden zu Zerreißprobe für den Löwenanhang und die Zeit zieht sich bis zum erlösenden Schlusspfiff! Zwar wäre ein sicherer Auftritt der Löwen gegen solch eine Mannschaft mal wünschenswert, aber an dieses Spiel wird man sich sicherlich noch länger erinnern.

Zügig ging es zum Auto zurück, schnell hatten sich alle Mitfahrer eingefunden und die Heimreise konnte angetreten werden. Wir schmiedeten die tollsten Pläne, wie Eintracht in dieser Saison endlich den Pokal nach BS holen wird. Nur noch vier mal 1:0 durch Nielsen gewinnen und wir haben das Ding! So verfolgten wir gespannt das Spiel der Magdeburger, die leider als potentieller, kommender Gegner ausgeschieden sind. Und dann kam es um kurz nach 0 Uhr zur Auslosung. Laut Kicker war die gute Frau Rakers sich der schwere ihrer Aufgabe bewusst, jedoch hat uns das Losglück in dieser Runde scheinbar verlassen. Statt unseren Wünschen nach Offenbach zu fahren oder zu Hause gegen Werder anzutreten, wurden wir als Gegner der Bayern gelost. Wieder auswärts und das auch noch gegen die Bazis. Das letzte Mal als Eintracht das Achtelfinale erreicht hat, ging es ebenso nach München. Damals gelang es uns nicht einmal deren Amateure zu bezwingen. Da kann uns jetzt nur eine plötzliche Ebola-Epidemie in München zum Sieg verhelfen. Obwohl…die Allianz-Arena liegt uns ja in dieser Saison ;-) Als Fazit bleibt: Immerhin aus finanzieller Sicht ein gutes Los und wer weiß, vielleicht verhilft uns der Fußballgott zu dem kleinen Wunder, damit wir dann in der vierten Runde in bekannter Eintracht-Manier gegen eine Mannschaft wie z.B. Aalen rausfliegen können. Jedenfalls haben wir uns als Glücksbringer mit der gleichen Truppe bei Mitch als Beifahrer angemeldet, bekanntlich sind wir ja alle ein wenig abergläubisch und schließlich heißt das Ziel schon lange: Euuurooooopapooookaaal!!!

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