Erzgebirge Aue - Eintracht Braunschweig 1:2 (1:1) 09.11.2014 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 14/15
Geschrieben von: Sonja D.   

2. Bundesliga
Stadion: Sparkassen-Erzgebirgsstadion
Zuschauer: 10.050

Zu Beginn dieser Saison stand das Spiel im Erzgebirge bei mir noch auf der Liste „da war man schon so oft, muss man nicht zwingend noch ein Mal hin“. Aber nachdem wir schon Ingolstadt und München ausgesetzt haben, mussten wir das Spiel in Aue einfach mitnehmen. Außerdem ist es in Aue immer sehr gemütlich gewesen und daher einen weiteren Besuch wert. Als Torsten dann für seinen Bruder einen Platz nach Frankfurt gesucht und im Gegenzug eine Mitfahrgelegenheit nach Aue angeboten hat, stand die Entscheidung fest. Dennoch fragte ich mich morgens unter der Dusche wie schon so oft, warum ich mir das eigentlich antue,  an einem Sonntag viel eher aufzustehen als an einem Arbeitstag. Kai holte uns um 8 Uhr ab und hatte noch einen Bekannten vom Kickboxen dabei. Die Autobahn war frei, die Sonne schien. Zumindest zu Beginn der Fahrt.

Dunkeldeutschland machte seinem Namen dann jedoch alle Ehre und dicke Nebelschwaden ließen alles um uns herum dunkel und verschwommen wirken. Auf dem letzten Rastplatz vor der Abfahrt nach Aue machten wir noch einen kurzen Halt, aufgrund der Hinweisschilder zur Vorsicht vor Maul- und Klauenseuche zogen wir es jedoch vor, hier schnell wieder zu verschwinden. Zuvor war uns bereits ein Polizeifahrzeug aufgefallen, das am Straßenrand der Autobahn bereit stand. Auf der Landstraße in Richtung Aue stand an jeder Kreuzung mindestens ein Begrüßungs-Komitee, ein weiterer Beweis für  unsinnige Verschwendung von Steuergeldern. Es kam jedoch noch besser! Wir mussten den von der Polizei angezeigten Weg zum Shuttle-Parkplatz fahren und durften keine andere Richtung einschlagen. Da dieser aber kostenpflichtig war, wollten wir uns weiter den Weg in Richtung Stadion bahnen. An einer Kreuzung kamen wir noch vorbei, aber an der nächsten wurden wir erneut aufgehalten und zurück geschickt. Auf die Frage, ob denn die Polizei für die Kosten aufkommen würde, bekamen wir die Antwort, man sei hier in Sachsen, hier wäre alles kostenfrei. Die Ordner an der Einfahrt zum Shuttle-Parkplatz wussten davon jedoch nix und Kai zahlte widerwillig die 4€ und stellte das Auto ab. Bei den nächsten Beamten wurde dann  Beschwerde über den Kollegen abgegeben. Man würde unser Anliegen weitergeben, der Kollege müsse ein Neuer sein, denn der Shuttle-Parkplatz kostet schon immer Geld. (Kommentar von Kai : “Nein, Neuer ist in München“ Zunge raus)

Im Shuttle-Bus haben wir die ersten bekannten Gesichter ausgemacht und nach kurzer Fahrt erreichten wir das Erzgebirgsstadion. Noch schnell für den Mitfahrer ein Ticket besorgt - und dem Ingo somit ermöglicht auf den Sitzplätzen auszunüchtern. Lange vor Anpfiff begaben wir uns in den sonnigen Block und genossen unsere kühlen Biere. In diesem Moment, wurde mir wieder klar, warum ich immer wieder auswärts fahre: An der frischen Luft mit guten Freunden bei dem ein oder anderen frischgezapften Gerstensaft die Herbstsonne genießen, was kann es besseres geben?

Kurz vor Anpfiff zeigten die heimischen Fans eine beeindruckende Schalwand, bei der wirklich jeder Block mitgemacht hat. Aue startete gut, kam immer wieder an den Ball, aber war dabei selten torgefährlich. Ein Freistoß der Auer landete in der 9.Minute bei unserem Keeper. Dieser schoss den Ball zu Korte, der ihn in den Lauf von Ryu passte und „Tooor“!  Der Gegentreffer lähmte die Gastgeber. Weitere Torchancen ergaben sich für Zuck, der leider das Außennetz traf und Hedenstad, dem jedoch ein Mitspieler zum passen fehlte. Man freute sich schon mit einer Führung in die Pause gehen zu können, als Kessel seinen Gegenspieler im Strafraum zu Fall brachte, woraufhin der Unparteiische auf Elfer entschied. Für Sekunden dachten wir, er wäre nicht drin, da Gikiewicz  noch mit den Fingerspitzen dran war, aber es reichte leider nicht um den Ball vom Tor wegzulenken. Die Halbzeitpause nutzten wir für die in Aue obligatorische Nudelpfanne, die zwar immernoch lecker, aber nicht mehr mit früher zu vergleichen ist. Weiter ging der Kampf um die drei Punkte in der angenehmen Herbstsonne. Beide Mannschaften hatten Schwierigkeiten nach der Pause wieder ins Spiel zu kommen. Nach knapp einer Stunde Spielzeit war es Hedenstad, der die Pille ans Lattenkreuz schmetterte, von wo sie am Rücken des gegnerischen Keepers abprallte um ungehindert hinter die Linie zu kullern. Kurz vor Schluss konnte sich erst Aue eine gute Torchance erarbeiten, die jedoch an die Latte ging, bevor Pfitze eine 300%-ige Chance auslies. Auch Bakenga verpasste eine gute Torchance und der Schiri pfiff das Spiel pünktlich ab. Zurück bleiben drei weitere Punkte und ein gutes Gefühl für die kommenden Spiele. Die Mannschaft scheint von Spiel zu Spiel besser eingespielt zu sein, das lässt hoffen…

Gut gelaunt ging die Heimreise ganz fix vorüber und Kai konnte zu Hause noch miterleben, wie seine Dortmunder sich vom letzten Tabellenplatz zurück kämpften.

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