German Darts Championship 14.02.2015 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Andere Sportarten
Geschrieben von: Torsten   

German Darts Championship
Hildesheim Halle 39
Zuschauer: 1.000 (ausverkauft)

Da ich seit einigen Jahren die Darts WM in TV verfolge und von Freunden und Bekannten nur Gutes über das Live-Event Darts gehört habe, wollte ich mir mal selbst ein Bild davon machen. Direkt nach dem WM-Finale wurden 4 Tickets für die „German Darts Championship Hildesheim 2015“ auf der „PDC Europe - European Darts Tour 2015“  geordert. Dank Internet ja kein Problem mehr sich Tickets auch nachts zu sichern.

Wer mehr über die Zusammensetzung des Teilnehmerfeldes etc. wissen möchte dem sei der Bericht von Sonja D. über das letztjährige Turnier auf dieser Seite ans Herz gelegt.

Da es der erste Besuch beim Darts für mich sein sollte entschied ich mich für die etwas preisgünstigeren Tickets auf der Tribüne, 2. Runde Samstagabend. In der Sporthalle wird der Innenraum komplett mit Bierzeltgarnituren belegt wie man es aus dem Fernsehen kennt. An einer Längs- und einer Hintertorseite gibt es einen kleinen Oberrang. Nachdem wir ca. 1 Stunde am Einlass warten mussten, machten wir uns schon Sorgen zwecks freier Platzwahl. Der Innenraum war dann auch tatsächlich schon gut voll, oben hingegen bekamen wir noch ordentliche Plätze im hinteren Drittel direkt in der ersten Reihe – freie Sicht auf das Spektakel. Nachdem  wir vier unsere Plätze gesichert hatten, wurde das erste Mal die Verpflegung getestet. Für Wilmi und mich bestand sie hauptsächlich aus Flüssignahrung während Sonja und Sarah bei Wasser und fester Nahrung blieben.

Die eigentliche Dartscheibe ist natürlich zu klein um vernünftig eingesehen werden zu können. Rechts und links neben der Bühne sind allerdings 2 Leinwände die das Livebild zeigen (das Turnier wurde als Stream im Internet übertragen). Über der Bühne ist eine dritte Leinwand die nur die Scores und diverse Statistiken anzeigt. So kann man dem Geschehen auf der Bühne sehr gut folgen.

Als Moderator war wie im letzten Jahr Elmar Paulke da. Er machte seine Sache wirklich gut wie ich fand. Jeder Spieler wurde mit 2 Einlaufgirls und „seiner“ Musik auf die Bühne geleitet und jedes Mal tobte die Halle. Vorher gab es wie im letzten Jahr einen Testlauf mit einem Fan. Diesmal durfte ein Mensch mit Gasmaske den Kasper mimen. Er genoss seinen Auftritt auf jeden Fall und wollte gar nicht mehr gehen.

Mit der Ansetzung der Partien hatten wir richtig Glück gehabt. Alleine von der diesjährigen Premier League Saison waren 7 der 10 Spieler am Samstagabend dabei!

Gespielt wurde wieder im Best Of 11 Legs Modus, d.h. wer zuerst 6 Legs gewonnen hat darf am Finaltag wieder kommen.

Los ging es mit van der Voort vs. Wilson, 6:1. Zum Auftakt eine recht einseitige Sache.

Direkt danach kamen James Wade und Terry Jenkins auf die Bühne und auch hier blieb es mit 6:3 für Wade eher unspannend.

Als nächstes betrat mit Peter „Snakebite“ Wright ein echter Paradiesvogel die Bühne. Er nutzte bei seinem Einmarsch dann auch gleich die ganze Breite der Bühne und die Halle ging gut mit. In seinem Spiel gegen Ross Smith wurde es dann das erste Mal richtig eng, letztendlich setzte sich Snakebite aber mit 6:5 durch.

Direkt im Anschluss tobte die Halle als mit Gary Anderson der letztjährige Turniersieger von Hildesheim und aktuelle PDC-Weltmeister die Bühne betrat. In seinem Spiel gegen Ricky Williams sah es erst nach einem klaren Sieg für den Weltmeister aus, nach einer kleinen Schwächephase stand am Ende aber nur ein knapper 6:5 Sieg für Anderson auf dem Scoreboard. Egal, eine Runde weiter.

Nach diesen vier Partien gab es eine etwas längere Pause. Die Essen- und Getränkeversorgung klappte überraschend gut. Ich hatte beim Bier holen maximal eine Person vor mir und so ging das immer zügig vonstatten. Auch die Ordner waren super freundlich und hilfsbereit, alle noch dazu im Anzug unterwegs. Kennt man sonst nur aus dem Theater oder Musical. Als Fußballfan war man damit glatt etwas überfordert Zwinkernd

Direkt nach der Pause kam „Jackpot“ Adrian Lewis auf die Bühne und er ließ mit dem ersten Whitewash (6:0) des Abends seinem Gegner Jeffrey de Zwaan nicht den Hauch einer Chance. Mit 140 spielte Lewis auch das höchste Aus der Abend Session.

Weiter ging es mit Michael van Gerwen, dem neuen Superstar des Darts, der teilweise atemberaubend spielen kann. Ich persönlich kann ihn ja nicht so leiden aber es ist halt wie im Fußball mit Ronaldo, ihn mal live zu sehen hat schon was. Beim 6:3 gegen Jelle Klaasen zeigte MvG mit einem 130er Finish und einem Average von 94,45 eine menschliche Leistung. Zog aber dennoch ungefährdet in die nächste Runde ein.

Dann kam der neue Publikumsliebling Stephen „The Bullet“ Bunting. Der sieht nicht nur aus wie Peter Griffin aus der Serie Family Guy, er hat als Einlaufmusik auch noch den Surfin Bird. Wer die Serie kennt weiß was ich meine. Dementsprechend ging das Publikum noch mal steil und war natürlich klar auf Seiten von Peter, äh Stephen Buntig. Und der BDO Weltmeister von 2014 hatte trotz eines eher geringen Averages von knapp 87 keine Probleme mit seinem Gegner Stuart Kellett und sorgte mit 6:0 für den zweiten Whitewash der Session.

Als letztes Spiel stand noch das Duell zwischen Kim Huybrechts aus Belgien und Mensur Suljovic aus Österreich auf dem Programm. Dank des langen Tages (viele waren wohl schon nachmittags hier, sie sahen zumindest so aus) leerte sich die Halle schon zu weiten Teilen. Dazu kam ein äußerst langsames und nicht grade hochklassiges Spiel der Beiden. Am Ende stand ein etwas überraschender 6:4 Sieg für den Österreicher auf dem Scorboard.

Danach ging es für uns schnell zum Wagen und dank des guten Parkplatzes auch fix zurück. Wer sich nur etwas mit Darts anfreunden kann, dem sei ein Besuch eines Turnieres ans Herz gelegt. Teilweise standen die Leute auf den Tischen wie bei `nem Schützenfest und haben gefeiert was das Zeug hält. Wer das Ganze für eine reine Spaßveranstaltung hält, dem sei gesagt, dass dem nicht so sei. Der Sieger in Hildesheim bekam immerhin 25.000 Pfund, insgesamt betrug das Preisgeld in diesem Jahr 115.000 britische Pfund.

Gewonnen hat am Sonntag übrigens van Gerwen mit 6:2 gegen Anderson.

 

Sicht von unseren Plätzen

 

Adrian Lewis bei der Arbeit

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