USC Paloma - SV Halstenbek-Rellingen 0:1 (0:4) 15.03.2015 PDF Drucken E-Mail
Berichte - Saison 14/15
Geschrieben von: Sonja D.   

Oberliga Hamburg
Stadion: Jonny Rehbein Sportplatz
Zuschauer: 130

Einem Angebotspreis für das Musical „Das Wunder von Bern“ haben wir es zu verdanken, dass wir an diesem Wochenende in Hamburg verweilten. Wir mussten uns bereits vor der genauen Spieltagsterminierung auf einen Tag einigen und so wählten wir das Wochenende, an dem Eintracht beim SV Sandhausen gastierte. Das Musical fiel zwar auf den selben Tag wie der Geburtstag meiner Schwester, aber diese Retourkutsche hat sie verdient, nachdem sie es an meinem Geburtstag  vorzog, zum Shoppen nach New York zu fliegen Zwinkernd

Zwischen dem Kauf der Eintritts- sowie Bahn-Tickets und dem eigentlichen Wochenende, kam dann jedoch heraus, dass die Krawallbrüder sich mal wieder in Hannoi die Ehre geben. Und dieses Mal nicht im Musikzentrum, sondern im Capitol. Das konnte ich mir nicht entgehen lassen. Ich besorgte die Konzertkarten für Pauli, Toto, Phil und mich und geplant war eine Zugfahrt – Zurück nach Hause entweder mit dem letzten Zug oder nach dem Einkehren im Pub gegenüber des Capitols mit dem ersten Zug. Da unsere Abfahrt gen HH aber in den frühen Morgenstunden anstand, zog ich es vor selber zu fahren, um so wenigstens noch die ein oder andere Stunde Schlaf abzubekommen.

Also ging die Tour viel zu früh am Samstagmorgen los. Was wir bei der Planung ebenfalls nicht beachtet haben, dass an diesem Wochenende die Internorga-Messe stattfinden sollte und sämtliche Hotels ausgebucht oder völlig überteuert waren. Das Hotel Bremer Hof scheint nicht mehr zu existieren, aber auf das Hotel Stadt Altona ist wie immer Verlass. Wir konnten schon morgens unser Zimmer beziehen und die Rucksäcke dort lassen. Nachmittags ging es also ins Musical, für uns beide das erste Mal. Und es war sensationell. Für 3h wurde man in eine andere Welt entführt, das Bühnenbild war großartig und die Inszenierung hat großen Spaß gemacht. Obwohl man den Ausgang der Geschichte bereits kannte, wusste die Aufführung ihre Zuschauer bis zum letzten Moment zu fesseln. Ich kann es jedem Fußball-Fan nur ans Herz legen. Keine Ahnung, ob mich andere Musicals ebenso fesseln können, aber dieses war grandios. Erschlagen von den ganzen Eindrücken und müde von der kurzen Nacht ging es ins Schweinske um den Abend mit lecker Essen und einem Cocktail ausklingen zu lassen.

Am Folgetag sollte der Wecker wieder früh klingeln. Denn bereits um 10:45 Uhr war Anpfiff beim USC Paloma. Dieser hieß die Jungs aus Halstenbek-Rellingen willkommen. Statt Grandplatz, wie ihn einige noch von früher kennen, war nur ein Kunstrasenplatz vorzufinden. Aber immerhin war dieser bereits fertig, wurden wir doch von Böckchen vorgewarnt, dass Paloma während des Umbaus auf einem anderen Ground spielen musste. Böckchen konnte sich leider nicht aufraffen um an diesem Tag nach Hamburg zu kommen, aber wir bekamen am frühen Sonntagmorgen ein interessantes Match zu sehen. Wir positionierten und auf der kleinen Stahltribüne, neben uns die Senioren und viele auswärtige Fans. Was wir zu sehen bekamen, war anfangs eine recht ausgeglichene Partie, mit leichten Vorteilen für die Hausherren. Doch dann knickte Sven Drews plötzlich ohne Fremdeinwirkung um und musste ausgewechselt werden. Während sich sein Nachfolger noch kurz aufwärmte, war die Defensive der Gastgeber unsortiert und das wurde sofort bestraft. Nach fünf Niederlagen in Folge konnte Halstenbek-Rellingen hier in Führung gehen. Die Gäste gingen fortan sehr ungestüm in die Zweikämpfe, sahen dafür jedoch nur gelb, wobei die eine Szene durchaus elfmeterberechtigt gewesen wäre. Auf der anderen Seite wurden jedoch gleich zwei Treffer der Gäste wegen Abseits nicht anerkannt. So ging es in die Pause. In dieser konnten wir das Hamburger Stadtfußballmagazin ansehen und feststellen, dass sie dort, ebenso wie auf den U-Bahn-Monitoren, nicht in der Lage sind, das korrekte Braunschweiger Wappen abzubilden und Eintracht Braunschweig immernoch mit der blöden Tenzer-Raute assoziieren *grummel*

Danach wurde es immer kurioser. Zunächst blieb die Pfeife bei einem Foul der Gäste stumm, doch nur wenige Minuten später kam Farbe ins Spiel. Verteidiger Kramer bekam die rote Karte wegen Notbremse gezeigt, grenzwertige Entscheidung. Die Gastgeber nun also in Unterzahl und angefressen wegen des vermeintlich ungerechten Platzverweises. Bereits vier Minuten später rächte sich das Spiel in Unterzahl und Schneider machte die zweite Bude für die Gäste. Weitere vier Minuten später hatte der heimische Torwart dann die Schnauze voll, nach einer Notbremse an Torschütze Schneider musste auch er das Feld vorzeitig verlassen. Der Gefoulte schoss selber, im Tor nun der Ersatz-Torhüter, als Pokalheld und Elfmeterkiller gefeiert, konnte er seinem Namen jedoch keine Ehre machen. Paloma war völlig angefressen und so gelang Schneider noch sein Hattrick zum 0:4. Mehr kam von den Gästen in den verbleibenden 20 Minuten aber auch nicht. Nach Abpfiff machten wir uns flink wieder auf den Weg zur S-/U-Bahn, um pünktlich den Wolfgang-Meyer-Sportplatz zu erreichen.

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Kommentare (1)
0:4 zur Pause...
1 Freitag, den 11. März 2016 um 21:55 Uhr
Torstix
... und 0:1 als Endergebnis :-)

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